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"Auch auf der linken Seite spiele ich weiterhin sehr gerne, wenn der Trainer mich dort sieht", versichert Draxler im kicker. Lewis Holtby kann auch im defensiven Mittelfeld eine Art Achter geben. "Die Position liegt mir von meiner Laufstärke her, auch meine Zweikampfstärke hat sich dort gut entwickelt. Letztlich sind die beiden Youngster flexibel einsetzbar. Durch die Neuzugänge und den Abschied von Raul ergibt sich insgesamt mehr taktische Variabilität für Huub Stevens. Und das, obwohl Schalke auf den Einkauf neuer Stars verzichtet hat.
2) Was nichts kostet, ist nichts wert?
Es kamen zwar keine Stars des Kalibers Raul oder Van der Vaart, aber die beiden ablösefreien Transfers von Tranquillo Barnetta und Roman Neustädter machen Sinn. Barnetta ist für die linke Seite vorgesehen, so dass Draxlers Positionswechsel in die Mitte optimal aufgefangen wird. Neustädter ist die defensive Variante auf der Doppelsechs, sodass auch ein eventuelles Vorrücken von Holtby kein Loch in die Taktiktafel reißen würde. Zudem kann Stevens mit den neuen Leuten das System leichter umstellen und neben dem 4-2-3-1 der letzten Saison auch ein 4-4-2 mit flacher Vier im Mittelfeld spielen. Für einen Spieler gab Schalke allerdings viel Geld aus. Zuviel, so vor-urteilten bereits viele Schalker Fans.
Chinedu Obasi kam bereits in der Winterpause. Schalke zog die Option und verpflichtete den Nigerianer für vier Millionen Euro. Er ist damit der einzige "Neuzugang", der Geld kostete. Doch Obasi spielte bislang mit dauerhaften Schmerzen und wurde schnell als Fehlgriff abgestempelt. Eine Metallplatte, die Obasi zu Hoffenheimer Zeiten wegen einer Stressfraktur ins Schienbein eingesetzt worden war, drückte aufs Gewebe. "Er wollte damit Gas geben, aber das war nicht so einfach", verteidigt Huub Stevens den Offensivspieler. Die Platte wurde entfernt. Obasi muss nun noch einige Wochen pausieren, verpasst große Teile der Vorbereitung, könnte anschließend aber endlich der Obasi werden, den wir aus seiner Hoffenheimer Anfangszeit kennen.
3) Wer wird der neue Özil?
Schalke fährt also weiter den Konsolidierungskurs ohne, das es im Kader an Konkurrenzkampf mangelt. Im Tor balgen sich Lars Unnerstall (21), Ralf Fährmann (23) und Timo Hildebrand (33) um den Stammplatz. Unnerstall plagt sich mit hartnäckigen Achillessehnenproblemen herum. Er könnte seinen Bonus aus der letzten Saison in der Vorbereitung schon unfreiwillig verloren haben. Mit Joel Matip, Benedikt Höwedes, Kyriakos Papadopoulos, Christoph Metzelder und Youngster Sead Kolasinac ist die Abwehrzentrale gut besetzt. Links liegt Christian Fuchs vor Sergio Escudero (der sich leicht verletzt hat). Auf der rechten Seite kann Atsuto Uchida, Marco Höger oder doch wieder Benedikt Höwedes spielen.





