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Mit 27 Jahren hat James das perfekte Alter erreicht, um seine besten Leistungen abzurufen. Zwar hat er in seiner Karriere bereits 32500 Minuten in der NBA gespielt - viel für einen 27-jährigen, doch James kam eben auch direkt aus der Highschool in die Liga - doch körperlich ist er in der Liga fast jedem Spieler weit überlegen. Seine Geschwindigkeit, seine Gabe, Spielzüge zu antizipieren, seine Gradlinigkeit beim Zug zum Korb und mittlerweile auch seine Fähigkeiten als Leader sowie seine Coolness in den Playoffs - James hat fast alle seine Schwächen systematisch ausgeschlossen. Und trotz aller athletischen Stärken darf man auch James' Spielverständnis nicht unterschätzen, als Point Guard machte er über weite Strecken der letzten Saison ebenfalls eine sehr gute Figur. Verletzungen ausgeschlossen, dürfte James die Liga, auf welcher Position er auch gerade spielt, in den nächsten Jahren dominieren.
Und genau das hat sich LBJ offenbar zum Ziel gemacht. Nämlich nicht nur als Bester seines Jahrgangs, sondern als Bester aller Zeiten zu gelten. Und da hängen die Lorbeeren in Form von Michael Jordan, Magic Johnson oder eben auch Kobe Bryant ziemlich hoch. Doch nichts desto Trotz - LeBron James wird auch in Zukunft oft genug für staunende Gesichter und tosenden Applaus sorgen.
2. Kevin Durant - Oklahoma City Thunder
Kevin Durant ist zwar der beste Korbjäger der Liga, aber eben nicht der beste Spieler. Auch drei Scoring-Titel in Folge sowie eine Finalteilnahme in der letzten Saison reichen nur zum Platz des Thronfolgers. Doch das dürfte Durant in seiner noch jungen Karriere wenig stören - schließlich hat die NBA wohl selten einen so perfekten, weil guten und trotzdem pflegeleichten Superstar gehabt. Und Durant genießt sein Leben mit Oklahomas jungen Wilden scheinbar mehr, als dass er sich um Rankings sorgt.
Was aber natürlich absolut nicht heißt, das Durant nicht genug aus sich macht. Der Forward gilt als einer der härtesten Arbeiter der Liga, trägt mittlerweile auch mit Rebounds und Assists zum Spiel seiner Mannschaft bei, hat seine Trefferquote aus dem Feld kontinuierlich bis auf 50 Prozent gesteigert und ist einer der sichersten Freiwurfschützen der Liga. Außerdem ist Durant innerhalb kürzester Zeit zum Leader seiner Mannschaft geworden, ohne dabei jemals laute oder gar böse Worte verloren zu haben.
Das Matchup James versus Durant wird die Liga sicher noch einige Jahre begeistern, doch um James zu übertrumpfen, müsste Durant vor allem an seiner Physis sowie seinem Spielverständnis arbeiten - was aber für einen 24-jährigen durchaus machbar sein könnte.
3. Josh Smith - Atlanta Hawks
Auf Rang drei findet sich einer der Senkrechtstarter des letzten Jahres ein. Jahrelang hatte man Josh Smith zwar riesiges Talent nachgesagt, aber eben auch ein Phlegma, das den begabten Forward regelmäßig zu bremsen schien. Seine Werte hatten sich zwar von der Rookiesaison, in die er direkt aus der Highschool einstieg, an stetig verbessert, doch Smith's Spiel fehlte oft die letzte Ernsthaftigkeit.
Doch vor der letzten Saison war plötzlich alles anders. Smith kam durchtrainiert aus der Sommerpause, zog sich endlich den Stiefel des Teamleaders an, den der nun abgewanderte Joe Johnson nie haben wollte, und zeigte offensiv wie defensiv eine ganz neue Präsenz. Karrierebestwerte bei den Punkten (18.8), Steals (1.6) und Rebounds (9.6) waren die Folge, zusätzlich wurde er der jüngste Spieler der 1000 Blocks erreichen konnte.
Auch in den Playoffs konnte Smith seine guten Leistungen bestätigen, scheiterte mit den Hawks aber trotzdem in Runde eins. Durch den Abschied von Johnson hat sich das Team in diesem Jahr auch nochmal an Klasse verloren, doch Smith befindet sich im letzten Jahr seines Vertrags - und dürfte sehr daran interessiert sein, seinen Preis durch starke Leistungen so weit wie möglich nach oben zu treiben.
Auf den Plätzen bei den Small Forwards findet sich Carmelo Anthony (New York Knicks) wieder. Der Knickerbocker gehört zwar nach wie vor zu den besten Scorern der Liga, hat aber weder seine im besten Fall wackelig Defensive verbessert noch gelernt, wie man ein Team ruhig und besonnen führt. Dahinter folgt mit Kenneth Faried von den Denver Nuggets ein weiterer junger, aufregender Spieler, der allerdings seine Form aus dem Vorjahr, seiner Rookiesaison, erst noch beweisen muss und im offensiven Bereich sicherlich noch viel Luft nach oben hat.
Das sind also die besten neun Center und Forwards, wir freuen uns auf eine rege Diskussion und Alternativvorschläge. Die Guard-Fraktion folgt im zweiten Teil, den Sie morgen bei sportal.de lesen können.





