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Babbel hat sich zudem von insgesamt elf Spielern getrennt, im Kraichgau hat sich viel bewegt. Babbel will im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten - Hoffenheim möchte zum zweiten Mal in Folge schwarze Zahlen schreiben, was mit dem Sigurdsson-Transfer zu Tottenham (zehn Millionen Euro Ablöse) auch möglich erscheint - ein bunteres Image aufbauen:
"Wir besitzen ein fantastisches Trainingszentrum, ein fantastisches Stadion und ein fantastisches Publikum", erzählte Babbel in einem Interview mit spox.com, "dennoch war alles grau. Daher habe ich gesagt: Wir brauchen mehr Farbe." Auch deshalb rückte er vor kurzem von seiner Aussage ab, der Kader sei bereits komplett. "Natürlich beobachten wir den Markt nach wie vor, gerade was die Offensive betrifft", sagte der Trainer gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung.
Als offenes Geheimnis gilt die Tatsache, dass sich Babbel gerne von Edson Braafheid und Ryan Babel trennen würde. Insbesondere Stürmer Babel konnte die in ihn gesteckten Erwartungen nie erfüllen, Babel gilt als Trainingsweltmeister, der in den Spielen aber stets abtaucht.
Geht Babel, könnte Babbel im Sturm eine weitere Ergänzung verpflichten. Derdiyok ist gesetzt, dahinter hofft Volland auf seinen Durchbruch in der Bundesliga und mit Sven Schipplock gibt es noch einen weiteren Angreifer, der in der vergangenen Saison aber einen eher limitierten Eindruck hinterließ. Interesse soll an dem spanischen Talent Joselu (Real Madrid) bestehen, auch der Name Patrick Helmes (VfL Wolfsburg) wird in Hoffenheim gehandelt und von Babbel zumindest nicht dementiert.
3) Beendet Salihovic den Kapitänsfluch?
Hoffenheim wird die fünfte Saison im Oberhaus absolvieren, mit der Spielführer-Binde taten sich seitdem fast alle betrauten Spieler schwer. Es begann mit Francisco Copado und Selim Teber, die beide zu den Aufstiegshelden gehörten, in der Bundesliga aber keine Stammspieler waren. Der Fluch ging auf Per Nilsson über, auch die zwischenzeitlichen Vertreter Salihovic, Josip Simunic oder Tom Starke wurden nicht glücklich mit der Binde.
In den letzten zwei Jahren hieß der Kapitän dann Andreas Beck und der Rechtsverteidiger blieb immerhin Stammspieler. Aber seiner Leistung tat die neue Verantwortung nicht gut. Stück für Stück entfernte sich Beck mit mäßigen Leistungen von der Nationalelf und war vor der EM 2012 trotz des Notstands auf Außen nie ein realistisches Thema.
Gegen Ende der vergangenen Saison trat Beck zurück, weil "der eine oder andere die Möglichkeit" haben soll, "noch mehr Verantwortung zu übernehmen." Wichtiger war wohl eher die Einschätzung, dass sein Kopf nun wieder frei sei, Beck will sich auf Fußball konzentrieren.
Babbel ließ die Frage bisher unbeantwortet, wer sich als neuer Kapitän beweisen darf. Keeper Wiese wird gehandelt, Neuzugang Delpierre winkte bereits ab und will sich auf seine Gesundheit konzentrieren - deshalb bringt sich mit Salihovic ein Kandidat ins Spiel, der den Fluch die ganzen Jahre begleitet hat. "Ich bin bereit für das Amt des Kapitäns", sagte er der Bild-Zeitung selbstbewusst.





