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Manuel Neuer hatte sogar die gesamte Saison im Blick: "Wir haben in dieser Saison dreimal Matchball gehabt und keinen genutzt. Die Enttäuschung ist sehr groß. Wenn man das Spiel gesehen hat, konnte man nicht damit rechnen, dass Chelsea als Sieger vom Platz geht."
Diese Niederlage hat das Potential, noch ganz lange in den Kleidern der Bayern-Spieler hängen zu bleiben. Mit dem großen Kontingent an Nationalspielern taten sich die Bayern in den letzten Jahren nach großen Turnieren ohnehin schwer, gut in eine Saison zu starten. Das könnte im August noch schwieriger werden, wenn in Spielen gegen Greuther Fürth oder den FC Augsburg wieder in Erinnerung kommt, welch große Chance gegen Chelsea liegen gelassen wurde.
2) Der Bundestrainer ist eher als Bundespsychologe gefragt
Bundestrainer Joachim Löw war, anders als noch beim Pokalfinale, in München nicht vor Ort. Löw wollte die, ohnehin schon schwierige, Vorbereitung auf Sardinien nicht unterbrechen. Also drückte er aus nationaler Verpflichtung den Bayern die Daumen, aus eigenem Interesse verfolgte er die Leistungen seiner sieben Nationalspieler auf dem Platz, Holger Badstuber musste ja zuschauen.
Dabei wird Löw unabhängig von der Niedergeschlagenheit der Verlierer ganz unterschiedliche Erkenntnisse gewonnen haben. Torwart Manuel Neuer verlebte bis zum Elfmeterschießen einen ruhigen Abend, selten wurde die deutsche Nummer eins geprüft, einen groben Fehler wie noch im Pokalfinale leistete sich Neuer nicht. Einen Elfmeter hielt Neuer, einen verwandelte er, der Torwart wird die Niederlage noch am besten verwinden können.
Innenverteidiger Jerome Boateng ging es zunächst ähnlich, er wurde in der lauen Nacht von München vom noch laueren Chelsea-Sturm wenig gefordert. Doch beim Ausgleich gegen Didier Drogba kam er zu spät, im Zentrum dürfte Boateng bei der EM kaum zum Einsatz kommen.





