Bis zu seiner Verletzung bei der Tour de France galt Tony Martin als einer der Topfavoriten auf den Olympiasieg im Einzelzeitfahren. Doch mittlerweile haben sich die Verhältnisse verschoben, nicht nur wegen Martins Kahnbeinbruch. Die deutsche Madaillenhoffnung erklärt Tour-Sieger Bradley Wiggins zum größten Gold-Kandidaten. "Der ist bei den Tour-Zeitfahren so übermenschlich stark gefahren. Ich denke, dass er auch in London triumphiert", sagte Martin dem Internetportal t-online.de. Trotz der starken Form des Briten und Martins Handfraktur glaubt der 27-Jährige auch an die eigenen Chancen. "Gold ist definitiv möglich", sagte der Zeitfahr-Weltmeister. Nur auf Platz eins zu schauen sei aber vermessen. "Das Podium bleibt mein primäres Ziel." Auf der ersten Tour-Etappe hatte sich Martin bei einem Sturz das Kahnbein gebrochen und fährt seitdem mit einer Spezialschiene an der Hand. Die Schmerzen wurden in den letzten Tagen erträglicher und er könne wieder besser den Lenker greifen, sagte Martin. "Es ist zwar immer noch eine Quälerei, aber machbar."
