Wer ist die Topfavoritin bei den WTA Championships? Wer hatte mit Lance Armstrongs Doping-Arzt zu tun? Und was kann Angelique Kerber in Istanbul erreichen? sportal.de gibt im letzten Power Ranking des Jahres Antworten, Neues gibt es auch in der Stöhn-Debatte.
Am kommenden Dienstag startet das große Saisonfinale in Istanbul, deshalb beschränken wir uns auf die acht qualifizierten Spielerinnen und verzichten auf die übliche Top Ten. Wie gewohnt fließen die Ergebnisse der letzten drei Turniere in die Wertung ein, wobei die WTA-Punkte des letzten Turniers zu 100 Prozent gewertet werden, die beiden davor nur zu 80 beziehungsweise 60 Prozent. Und wer länger als einen Monat ausgesetzt hat, bekommt gar keine Punkte:
Außerhalb der Wertung: Serena Williams (USA, 31 Jahre, Weltrangliste: 3)
Die große Unbekannte im Teilnehmerfeld ist Serena Williams, die einen außergewöhnlichen Sommer gespielt hatte, seit den US Open aber pausieren musste. Eigentlich wollte sie die Asien-Tour mitmachen, doch eine hartnäckige Grippe legte Williams lahm. Deshalb greift sie erst wieder bei den WTA Championships ein. Williams siegte nacheinander in Wimbledon, bei Olympia und den US Open, dabei schlug sie die Damen Azarenka, Sharapova, Errani, Kvitova und Radwanska. Ohnehin hat Williams in ihrer Karriere in 41 Matches gegen die sieben Kontrahentinnen von Istanbul erst sechs Niederlage einstecken müssen. Eine davon war gegen Angelique Kerber in Cincinnati direkt vor den US Open. Hat Williams durch ihre Krankheit nicht zu viele Körner gelassen, ist sie auch bei den WTA Championships die absolute Topfavoritin.
7. Petra Kvitova (CZE, 22 Jahre, Weltrangliste: 4)
Gewertete Turniere: US Open (Achtelfinale/280 Punkte), Tokio (2. Runde/1), Peking (2. Runde/80) / Power Ranking-Punkte: 249
Die Titelverteidigerin in Istanbul heißt Petra Kvitova, allzu große Chancen auf einen erneuten Triumph hat Kvitova aber nicht. Zwar gewann die Tschechin im Sommer die Turniere in Montreal und New Haven, seit den US Open ist Kvitova aber völlig außer Form. Die Pleite gegen Marion Bartoli in Flushing Meadows gehörte noch in die Kategorie erklärbar, bei den deutlichen Niederlagen gegen Petra Martic und Carla Suarez Navarro war Kvitova allerdings deutlich unterlegen.
6. Na Li (CHN, 30 Jahre, Weltrangliste: 7)
Gewertete Turniere: US Open (3. Runde/160), Tokio (Achtelfinale/125), Peking (Halbfinale/450) / Power Ranking-Punkte: 646
Als letzte Spielerin sprang Na Li auf den Zug nach Istanbul, durch den Viertelfinal-Erfolg gegen Agnieszka Radwanska in Peking sammelte Na Li die letzten fehlenden Punkte und fährt zum zweiten Mal in Folge zu den WTA Championships. In Tokio war sie noch frühzeitig gescheitert, was auch daran liegen könnte, dass sie bei Pressekonferenzen ständig Stellung zum politischen Konflikt zwischen Japan und China wegen der unbewohnten Inseln im chinesischen Meer nehmen sollte. Die WTA schritt ein, verbot sämtliche Fragen zu diesem Thema, Na Li schied aber trotzdem gegen Caroline Wozniacki - die erstmals seit 2008 bei den WTA Championships fehlt - aus. Nach ihrem kometenhaften Aufstieg 2011 spielte die Chinesin 2012 ein durchschnittliches Jahr, einziger Turniersieg wird wohl Cincinnati bleiben.





