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Datum: 19. Juni 2013, 17:35 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sid
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Wolfram und Homuth springen zu Silber und Bronze

Martin Wolfram,Wasserspringen
Martin Wolfram gewann überraschend Silber

Martin Wolfram und Oliver Homuth nahmen den überragenden Ukrainer Ilja Kwascha auf dem Siegerpodest in ihre Mitte und präsentierten stolz ihre Medaillen in die Kameras: Die beiden jungen deutschen Wasserspringer haben bei der Heim-EM in Rostock positiv überracht und ihre ersten internationalen Medaillen gewonnen. Im Finale vom Ein-Meter-Brett sicherte sich der 21-jährige Wolfram aus Dresden mit 414,75 Punkten Silber hauchdünn vor dem Berliner Homuth (414,45). "Ich bin einfach nur begeistert und baff. Das ist unbeschreiblich, damit habe ich nicht gerechnet", sagte Wolfram. Seine Leistung war auch deshalb so beachtlich, weil er eigentlich ein Turm-Spezialist ist. Als er sich aber im Olympiafinale vor zehn Monaten die Schulter ausgekugelt und dennoch das zweitbeste Punkteergebnis seiner Laufbahn eingefahren hatte, musste Wolfram für diese Saison auf die Brett-Disziplinen umsteigen.

MIt Partymusik zum Silber

"Bei mir hatte sich eine Lust am Springen aufgestaut, und die musste jetzt raus", sagte der dreimalige deutsche Meister. Geholfen hat auch ein Musikwechsel auf dem I-Pod vor dem Start. Nach dem durchwachsenden Vorkampf hatte Wolfram angekündigt: "Die Musik war zu entspannend, da muss mehr Wumms kommen. Für das Finale werde ich härtere Party-Musik auflegen." Bis zum sechsten und letzten Durchgang hatte Wolfram aber immer hinter Teamkollege Homuth zurückgelegen. Nach einem verpatzten dreieinhalbfachen Vorwärtssalto fiel Homuth aber noch auf den dritten Rang zurück. Darüber ärgern wollte er sich aber hinterher nicht: "Ich bin extrem glücklich. Beim letzten Sprung war ich sehr nervös, denn ich wusste, was auf dem Spiel stand."

Keine Chance gegen Kwascha

Im Kampf um Gold war das DSV-Duo jedoch chancenlos gegen den überragenden Ukrainer Ilja Kwascha (467,75), der seinen fünften EM-Titel in der nicht-olympischen Disziplin seit 2008 feierte. "Er ist im Moment der Brettspringer schlechthin", sagte Wolfram. Bundestrainer Lutz Buschkow freute sich über die realistisch gesehen optimale Ausbeute: "Dass sich die jungen Burschen im Vergleich zum Vorkampf so steigern, hat mich riesig gefreut." EM-Gastgeber Deutschland hatte damit nach zwei Wettbewerben bereits drei Medaillen auf dem Konto. Zum Auftakt der Titelkämpfe am Dienstag waren Sascha Klein und Tina Punzel aus Dresden im nicht-olympischen Team-Wettbewerb zu Silber gesprungen.