Jerome Valcke ist skeptisch
Brasiliens Mega-Metropole São Paulo steht als Ort des Eröffnungsspiels der Weltmeisterschaft 2014 auf der Kippe. Wegen der Bauverzögerungen erklärte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke in der brasilianischen TV-Nachrichtensendung Jornal Nacional: "Wir können alles ändern, so lange wir noch nicht mit dem Ticketverkauf begonnen haben." Die FIFA will bis zum 1. August, dem Start des Ticketverkaufs, eine verbindliche Zusicherung, dass die zum Großteil mit öffentlichen Krediten finanzierte Arena Corinthians, zukünftige Heimstätte des Klub-Weltmeisters aus São Paulo, spätestens am 23. Dezember dieses Jahres fertiggestellt ist. "Falls das nicht passiert, haben wir ein Problem", so der FIFA-Funktionär.
FIFA-General skeptisch
Die Arena ist für 48.000 Zuschauer konzipiert, bekommt aber 20.000 temporäre Sitzplätze, um den FIFA-Anforderungen für das Eröffnungsspiel und als Austragungsort eines WM-Halbfinales gerecht zu werden. Neben Problemen bei der Freigabe von Krediten hatte das zuständige Bau-Konsortium vor wenigen Tagen verkündet, dass der Bau der Zusatztribünen nicht vor Februar 2014 abgeschlossen sei. "Die WM ist kein Event auf dem gleichen Niveau wie ein Confed Cup. Wir können die Stadien nicht erst im Mai oder Juni fertig haben", äußerte Valcke bei der Stippvisite in Brasília, wo genau einem Monat vor dem Anpfiff des "Festivals der Champions" immer noch Hand am Stadion angelegt wird.
Clubführung entspannt
In einer offiziellen Mitteilung erklärte die Clubführung von Corinthians, "keinen Druck zu akzeptieren". "Wenn sie der Meinung sind, den Ort des WM-Eröffnungsspiel zu ändern, von uns aus gerne", heißt es in dem Kommuniqué weiter. Derzeit sind die Bauarbeiten bei 76 Prozent angekommen. Rund 1800 Arbeiter sind in drei Schichten täglich im Einsatz.