News
Ergebnisse
Live-Ticker
Bundesliga
2. Bundesliga
Champions League
Europa League
International
DFB-Pokal
3. Liga
DFB-Team
WM 2018
Frauen-Fußball
News
Ergebnisse
Live-Ticker
Weltrangliste
News
Ergebnisse
NBA
NHL
NFL
MLB
News
Ergebnisse
Live-Ticker
WM-Stand 2016
Termine 2016
mehr Motorsport
News
Ergebnisse
Live-Ticker
Bundesliga
2. Bundesliga
Champions League
DHB-Pokal
EHF-Pokal
EM 2012
EM 2014
EM 2016
WM 2013
WM 2017
News
Ergebnisse
Live-Ticker
Bundesliga
NBA
Euroleague
EM
WM
News
Ergebnisse
Kalender
News
Live-Ticker
News
Ergebnisse
Live-Ticker
DEL
NHL
DEL 2
WM
Olympia
CHL
Golf
News
Volleyball
Hockey
Wintersport
Olympia 2016
Olympia 2014
Olympia 2012
EA SPORTS FIFA 16
Mercedes Benz und der Sport
Laureus Stiftung
NewsLive-TickerErgebnisseTabelleSpielplanStatistikTransfersGerüchteVereineSpielerManagerspielNoten
NewsLive-TickerErgebnisseTabelleSpielplanStatistikVereinsnewsTransfersTransfergerüchteVereineSpieler
NewsLive-TickerErgebnisseTabelleSpielplanTorjägerUEFA-Fünfjahreswertung
NewsLive-TickerErgebnisseTabelleSpielplanUEFA-Fünfjahreswertung
NewsLive-TickerErgebnisse
NewsLive-TickerErgebnisseTabelleSpielplan
NewsCoca Cola FanclubErgebnisse EM-Qualifikation 2016Tabelle EM-Qualifikation 2016Spielplan EM-Qualifikation 2016Spielplan WM-Qualifikation 2018
Sport Live-Ticker
Basketball: BBL, 15. Spieltag
19:00
Eishockey: DEL, 11. Spieltag
19:30
Fußball: Champions League
20:45
Fußball: Regionalliga Südwest
19:00
 
Sport Ergebnisse
Fussball Ergebnisse
WM 2014
alle Sport-Ergebnisse im Überblick
 
Sport-Umfrage
Wer wird Deutscher Meister 2016/17?
FC Bayern München
Borussia Dortmund
Borussia Mönchengladbach
Bayer Leverkusen
FC Schalke 04
VfL Wolfsburg
Ein anderes Team
 

WM 1986: Diego Maradona und die Hand Gottes

24. Mai 2014, 11:53 Uhr
Diego Maradona
Diego Maradona sorgte für einen kuriosen Treffer

Die zweite WM in Mexiko nach 1970 bescherte Deutschland diesmal sogar die Endspielteilnahme. Aber im Finale scheiterte die Mannschaft von Teamchef Franz Beckenbauer an Maradona und Co.

Deutschland im WM-Finale 1986! Niemand, selbst der Teamchef nicht, hatte das zuvor geglaubt. Noch vor dem ersten Spiel bei der WM-Endrunde in Mexiko versuchte Franz Beckenbauer, Druck von seiner Mannschaft zu nehmen und sie gleichzeitig zu provozieren, indem er gegen die Bundesliga polemisierte: "Da gibt es doch nur noch Schrott."

Schwacher Start

Der Start im Gruppenspielort Queretaro war dann auch mühsam. Gegen Uruguay (1:1) gelang Klaus Allofs erst fünf Minuten vor Schluss der Ausgleich. Gegen Schottland (2:1) musste wieder ein Rückstand aufgeholt werden, was dank Allofs und Rudi Völler auch gelang. Und gegen Dänemark setzte es mit 0:2 die erste Niederlage seit 56 Jahren.

Dieses 0:2 war wieder Auslöser für Spekulationen, entging Deutschland doch so im Achtelfinale Spanien, das Dänemark prompt ausschaltete. Man traf auf Marokko, welches sich als erstes Land aus Afrikas für ein WM-Achtelfinale qualifizieren konnte. Jedenfalls unterstellte Dänemarks deutscher Trainer Sepp Piontek den Deutschen bewusstes "Rückwärtsspielen", was Beckenbauer auf die Palme brachte und auch den damaligen DFB-Präsidenten Hermann Neuberger - seit dem 1:0 im Nichtangriffspakt 1982 gegen Österreich sehr sensibel in diesem Punkt - zu galligen Repliken veranlasste.

Auch außerhalb des sportlichen Bereichs war einiges los im deutschen Quartier Mansion Galindo, der Oase inmnitten einer Steinwüste, 40 Kilometer vor den Toren Queretaros. Uli Stein fand sich nicht damit ab, im Tor nur die Nummer zwei hinter Toni Schumacher zu sein, sonnte sich, wenn andere sich aufwärmten, schimpfte den Teamchef einen "Suppenkasper" und erntete schließlich den zweifelhaften Ruhm, als erster deutscher Spieler von einer WM vorzeitig nach Hause geschickt worden zu sein.

Derweil beklagte sich Karl-Heinz Rummenigge, von seiner Verletzung noch nicht wieder ganz genesen, der "kölsche Klüngel" von Toni Schumacher, Klaus Allofs und Pierre Littbarski verhindere seinen Einsatz. Und Teamchef Beckenbauer selbst hatte phasenweise auch schwache Nerven, weshalb die in demselben Hotel untergebrachten Hundertschaften der Journalisten kurzerhand eine neue Maßeinheit definierten: Ein "Beckenbauer" war demnach die kürzeste Entfernung zwischen zwei Fettnäpfchen.
 

Matthäus mit der Entscheidung

Das Achtelfinale gegen Marokko wurde dank eines Treffers von Lothar Matthäus zwei Minuten vor Schluß mit 1:0 gewonnen. Deutschland hatte den Kopf noch einmal aus der Schlinge gezogen, aber andere große Teams scheiterten: Titelverteidiger Italien zog gegen Europameister Frankreich den Kürzeren. Die Azzurri hatten der Spielkunst der Franzosen, die in Mexiko zum vorerst letzten Mal in voller Blüte standen, nichts entgegenzusetzen.

Michel Platinis Glanz überstrahlte alle, und ausgerechnet der Spielmacher von Juventus Turin brachte die Equipe Tricolore auf die Siegerstraße. Die UdSSR, die in den Gruppenbegegnungen alle Gegner in Grund und Boden gespielt hatte, wurde unterdessen gegen Belgien für ihr offensives Spiel mit einem 3:4 bestraft. Dramatisch die Viertelfinals: Drei Spiele wurden durch Elfmeterschießen entschieden - und eines durch die seitdem zum geflügelten Wort gewordene "Hand Gottes".

Beim Spiel Argentinien gegen England, wegen des damals offiziell noch nicht beendeten Kriegszustands um die Falkland-Inseln sowieso mit vielen Emotionen behaftet, erzielte Diego Maradona das erste Tor nach Doppelpass mit Jorge Valdano mit hochgestreckter Faust und behauptete hinterher: "Es war die Hand Gottes."

Dem argentinischen Superstar wurde auch diese Flunkerei verziehen. Das beste WM-Spiel war die Begegnung zwischen Brasilien und Frankreich, die im Elfmeterschießen zu Gunsten des Europameisters entschieden wurde. Brasilien, durch Careca in Führung, kassierte durch Platini das erste Gegentor - es bedeutete im Endeffekt das Aus.

Platini meinte nach dieser Partie, in der Joel Bats noch einen Foulelfmeter von Brasiliens Regisseur Zico hielt, in Anspielung auf 1982: "Das war Sevilla umgekehrt." Keine der beiden Mannschaften dachte an Defensive, keine praktizierte Manndeckung, jeder der 22 Akteure dachte nur an das Spiel nach vorne: Es war Fußball in Vollendung.

Santana tritt zurück 

Nach dem für Brasilien so schlechten Ausgang der Partie erklärte Trainer Tele Santana seinen Rücktritt. Wie armselig, von Fouls zerhackt, dagegen das 0:0 nach Verlängerung zwischen Deutschland und Mexiko! Die Gastgeber, vom serbischen Coach Bora Milutinovic trainiert, versuchten durch Härte, die Deutschen zu beeindrucken, was ihnen auch gelang: Thomas Berthold ließ sich zu einer Ohrfeige gegen Amador hinreißen.

Als erster deutscher WM-Spieler nach Erich Juskowiak 1958 musste er vorzeitig bei einer WM vom Platz. In der Verlängerung wurden die Mexikaner, die als Veranstalter für das mit der Ausrichtung eines Turniers mit 24 Teilnehmern finanziell überforderte Kolumbien eingesprungen waren, von Krämpfen geschüttelt.

Deutschland war konditionell und damit in der Konzentration überlegen, gewann das Elfmeterschießen 4:1. Ohne die Verdienste Beckenbauers oder die Einsatzbereitschaft der Mannschaft schmälern zu wollen: Dass die deutsche Nationalelf ins Finale vorstieß, lag auch an ihrer hervorragenden medizinischen Abteilung.
 

Fitness als Vorteil

Wenn die anderen nach Hitzeschlachten und Reisestrapazen noch regenerierten, hatte Internist Dr. Heinz Liesen die Deutschen schon wieder fit. Liesen propagierte die künstliche (intravenöse) Zufuhr körpereigener Stoffe - kein Doping, da es sich um körpereigene Stoffe handelt.

Dank solcher Methode war die Fitness der deutschen Mannschaft die beste von allen. Dies bestätigte sich wieder im Halbfinale gegen Frankreich: Die Equipe Tricolore galt nach den Siegen gegen Italien und über Brasilien als haushoher Favorit, doch die deutsche Kampfkraft ließ Frankreichs spielerische Überlegenheit nie zum Tragen kommen.

Wolfgang Rolff rannte Platini nieder, Andreas Brehme verwandelte unter gütiger Mithilfe von Joel Bats früh einen Freistoß, und Rudi Völler sicherte in der Schlussminute bei einem Konter das 2:0. Deutschland stand im Finale gegen Argentinien, das dank einer Gala-Vorstellung von Maradona Belgien mit 2:0 bezwang. Das konnte selbst der Belgier Jean-Marie Pfaff, der sich mit Toni Schumacher um den Titel bester Torhüter des Turniers stritt, nicht verhindern.
 

Früher Rückstand im Endspiel

Das Endspiel schließlich erinnerte fatal an das Finale von 1954: 0:2-Rückstand, wobei Schumacher beim 0:1 sein einziger Patzer unterlief, als er unter einer Flanke von Jorge Burruchaga hersegelte. Dann dank Rummenigge (erstes Tor bei dieser WM) und Völler der Ausgleich. Aber das so greifbar nahe dritte Tor blieb den Deutschen versagt. Das erzielte fünf Minuten vor dem Abpfiff auf Pass von Maradona Jorge Burruchaga.

Natürlich war die Enttäuschung bei den Deutschen groß, doch Argentinien war ein würdiger Weltmeister. Es hatte Maradona, und es verfügte über das fußballerisch beste Team. Wenn sich gute Techniker gegen kampfkräftige Haudegen durchsetzen, kann kein Fußball-Freund mit dem Schicksal hadern.

Dieter Hoeneß, sieben Jahre nach seinem letzten Länderspiel für die WM reaktiviert, sowie Norbert Eder, nur für die WM geholt, beendeten ihre Laufbahn. Karlheinz Förster, Karl-Heinz Rummenigge, Hans-Peter Briegel, Felix Magath und Ditmar Jakobs hörten ebenfalls auf. Uli Stein - aus bekannten Gründen - und Karl Allgöwer kamen in der Nationalelf nie mehr zum Einsatz. Beckenbauer konnte den Umbruch zu einem jungen, spielerisch stärkeren Team beginnen.

zu "WM 1986: Diego Maradona und die Hand Gottes"
1 Kommentare
Letzter Kommentar:
Hotte schrieb am 24.05.2014 16:19

Zwar nicht im Artikel, aber in der Kurzbeschreibung auf der Hauptseite steht "Doch es ging ein Stern auf!". Hier kann nur Diego gemeint sein und das wiederum kann doch nicht der Ernst des Artikelschreibers sein?! Nun gut, für diejenigen, die nur das offensichtlichste sehen und eh nur die paar (tatsächlichen oder so gehypten) "Größten" aus Europa kennen, mag das vielleicht gelten. Aber Maradona war auch schon vor diesem Turnier der weltbeste Fußballer und sein Stern ging schon ca. 8 Jahre früher auf! Fünf Jahre nach diesem Turnier war er der bis dato und bis heute beste Fußballer aller Zeiten; zu dem (rein fußballerisch!) die Messis dieser Welt nur ein müder Abklatsch sind, egal welche Torrekorde sie knacken.
Weitere WM 2014 Top News
02.12. 16:00
Fußball | DFB-Team
DFB-Team
Deutschland gibt sich im Rahmen der WM-Qualifikation noch in Nürnberg, Stuttgart und Kaiserslautern die Ehre. Das gab der DFB am Freitag bekannt. Die Mannschaft von Bundestrainer... weiter Logo
01.12. 22:59
Fußball | DFB-Team
Stefan Kuntz
Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat für die EM-Endrunde 2017 in Polen (16. bis 30. Juni) eine lösbare Gruppe erwischt. Das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz trifft in der... weiter Logo
29.11. 11:49
Fußball | DFB-Team
Reinhard Grindel
Präsident Reinhard Grindel (55) sieht den DFB bestens gerüstet für die Bewerbung um die EM-Endrunde 2024. "Ich finde, dass Deutschland alles hat, was man braucht. Wir haben die... weiter Logo
Top News Ticker
Bundesliga
2. Bundesliga
International
Handball
Formel1
US-Sport
Tennis
Golf
Eishockey
DFB-Team