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"Wir sind kein politisches Organ, sondern ein sportliches", sagte Todt. Auch Bahrains Kronprinz Salman bin Hamad Al-Chalifa und Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone hatten Forderungen nach einer Rennabsage zurückgewiesen.
Das Schweigen der "Sportler"
Die Kritik am Schweigen der Formel 1 wird immer lauter. "Ich hoffe, dass diese Fahrer, die nicht über die Geschehnisse sprechen wollen, eines Tages ihre Meinung ändern. Wenn nicht, werden sie ihre Kinder vielleicht fragen, warum sie in einem Land ein Rennen gefahren sind, in dem die Herrschenden so viele Leute verhaften und foltern", sagte Zainab Al-Khawaja, die Tochter eines inhaftierten Oppositionsführers, der britischen Zeitung The Independent.
Ihr Vater, der dänisch-bahrainische Menschenrechtsaktivist Abdulhadi Al-Khawaja, ist seit dem 8. Februar im Hungerstreik. Er war nach den blutigen Unruhen in Bahrain im Vorjahr verhaftet und von einem Sondergericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die unbedarften Äußerungen des Weltmeister Sebastian Vettel sorgten für Unruhe. Vettel hatte gesagt: "Unser Job ist der Sport, sonst nichts." Zudem bezeichnete der 24-Jährige die Berichte über die Lage in Bahrain als "großen Hype".
"Ist noch irgendwas von diesem alten Klischee eines moralischen Kompasses übrig?", kommentierte The Independent und beschrieb Vettel als "schändlichen Mann". Internetaktivisten brachten die offizielle Formel-1-Seite zum Absturz. Die britische Times veröffentlichte eine beißende Karikatur, die Ecclestone in einem Rennwagen zeigt, der von einem Scheich mit Blut betankt wird. Im Hintergrund liegen Leichen.
Auf der Pressekonferenz wich das strahlende Lächeln des Titelverteidigers nur für einen kurzen Moment von seinem Gesicht, als die Frage nach einem Toten bei den Protesten in Bahrain aufkam. "Wenn jemand stirbt, ist das immer schrecklich. Aber ich kenne die Situation nicht", sagte der Red-Bull-Pilot nach der Qualifikation.





