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Datum: 16. Dezember 2012, 19:20 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
Diskussion: 4 Kommentare
 
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Werder Bremen und der 1. FC Nürnberg trennen sich unentschieden

Werder Bremen,1. FC Nürnberg
Werder Bremen und der 1. FC Nürnberg trennten sich remis

Werder Bremen und der 1. FC Nürnberg haben es verpasst, zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde einen Sieg einzufahren und mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause zu gehen. Der späte Ausgleich der Hanseaten aus umstrittener Position sorgte für Zündstoff.

Seit drei Monaten wartet der 1. FC Nürnberg auf einen Sieg in der Fremde und bis zur 89. Minute sah es im Spiel gegen Werder Bremen so aus, als ob diese Serie reißen würde. Der Club hatte in der 82. Minute die Führung durch Timo Gebhart erzielt, war bereit, mit einem Erfolgserlebnis die Weihnachtsferien zu beginnen - doch es sollte anders kommen.

Ein Tor aus abseitsverdächtiger Position beendete die Hoffnungen der Gäste. Nils Petersen hatte einen Schuss von Kevin de Bruyne abgefälscht, stand dabei nach Auffassung der Nürnberger klar im Abseits. Schiedsrichter Manuel Gräfe gab den Treffer und löste damit heftige Proteste aus, die sich nach dem Abpfiff fortsetzten.

"Wenn man durch ein Abseitstor zwei Punkte geklaut bekommt, dann ist das sehr ärgerlich. Das ist schon das zweite Mal in dieser Saison", schimpfte Nürnbergs Mittelfeldspieler Hanno Balitsch. "Aber mit dem Ergebnis können wir leben", fügte er hinzu. "Es reicht", meinte Dieter Hecking und sprach von sich häufenden Fehlern. "Ich habe immer die Schnauze gehalten, aber jetzt ist ein Punkt erreicht, da geht es nicht."

Bis dahin bewahrte das Torgestänge die Gäste aus dem Frankenland gleich in drei Fällen vor einem Gegentor. Der 1. FC Nürnberg hat nun zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde 20 Punkte auf dem Konto und acht Zähler Vorsprung auf Platz 16. Werder kommt auf 22 Punkte, liegt auf Rang zwölf und verpasste es, den Rückstand auf die internationalen Ränge zu verkürzen.

Raphael Schäfer verhindert die Führung von Werder Bremen

Für Werder war es ein Spiel zum Vergessen. Von Beginn an übernahmen sie das Kommando, hatten dabei zahlreiche Möglichkeiten, schon vor der Pause die Führung zu erzielen. Torhüter Raphael Schäfer vereitelte eine Vielzahl dieser Möglichkeiten, hielt seinen Club damit im Spiel. Nürnberg präsentierte sich insgesamt harmlos und unterstrich die Erfolglosigkeit in der Fremde.

De Bruyne scheiterte in der achten Minute mit einem Schuss, den Schäfer an den Pfosten lenkte. Dann prüfte Per Nilsson seinen eigenen Keeper, der auch in dieser Situation prächtig reagierte (19.) und auch bei einem erneuten Versuch von De Bruyne, der vom wieder in der Startelf stehenden Aaron Hunt bedient wurde, zeigte der Keeper sein Können.

Der Club brauchte lange, um überhaupt auf Temperatur zu kommen. Zwar hatte Coach Dieter Hecking seine Schützlinge entsprechend gemahnt, engagierter aufzutreten, doch erst in der 37. Minute gab es ein erstes Lebenszeichen. Javier Pinola scheiterte mit einem abgefälschten Schuss an Torhüter Sebastian Mielitz.

Timo Gebhart trifft nicht zum Sieg

Zuvor hätte Marko Arnautovic, der seine fünfte Gelbe Karte sah und damit einen verlängerten Urlaub genießen kann, aus bester Position den Ball nicht. Der Österreicher wird zum Auftakt gegen den BVB fehlen. Nürnberg hatte zuletzt zwei Mal in Bremen gewonnen und schien sich in Halbzeit zwei darauf zu besinnen. Feulner scheiterte allerdings per Kopf an Mielitz (53.).

Nilsson hingegen brachte mit einer Rettungsaktion erneut das eigene Tor in Gefahr (57.). Danach haderte Werder nach ruhigerem Start in Hälfte zwei gleich zweimal: Nils Petersens Schuss touchierte die Latte (59.), de Bruynes Versuch aus der Distanz den Pfosten (61.) - es waren schon die Aluminiumtreffer zwei und drei in der Partie.

Auf der anderen Seite verhinderte Mielitz im Herauslaufen gegen Sebastian Polter sogar einen Rückstand (72.). Gegen Gebharts überlegten Schlenzer war Mielitz machtlos, doch am Ende hatten die Hausherren bei der umstrittenen Entscheidung zum 1:1 das Glück auf ihrer Seite.

zu "Werder Bremen und der 1. FC Nürnberg trennen sich unentschieden"
4 Kommentare
Letzter Kommentar:
ToLi schrieb am 17.12.2012 16:45
Wird gegen Dortmund gepfiffen, ist der Aufschrei groß, jetz hat der Club in den letzten drei Spielen zwei Abseitstore gegen sich hinnehmen müssen - jeweils entscheidende wohlgemerkt - und es interessiert niemanden.
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