Nach der umfassenden Medienschelte von Klaus-Dieter Fischer, relativierte Thomas Eichin nun die Äußerungen des Klubpräsidenten. Eichin bestätigte aber, dass die Medien zumindest ein Faktor für die Entlassung waren.
Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin distanzierte sich gegenüber Bild ein Stück weit von der Linie des Klubpräsidenten: "Es sind sicherlich viele Faktoren, die wir berücksichtigt haben." Der 46-Jährige räumte dabei ein, die Medien seien "ein Faktor davon" gewesen.
Zugleich äußerte er aber auch Verständnis für den etwas schärferen Ton in der Berichterstattung während der Rückrunde, in der Werder nur zwei Spiele gewann und bis auf Rang 14 abrutschte: "Wir haben über einen längeren Zeitraum keinen sportlichen Erfolg gehabt. Klar, dass dann der Mediendruck entsprechend größer wird."
Präsident Fischer mit massiver Medienkritik
Werder Bremens Präsident Klaus-Dieter Fischer hatte in einem Interview mit der Kreiszeitung Syke zu einem Rundumschlag gegen die deutsche Medienlandschaft ausgeholt. Nach Fischer, hätte die Berichterstattung der letzten Monate die Unruhe im Umfeld geschürt und die Trennung vom langjährigen Trainer mitgefördert.
"Wenn jemand ein schlechtes Gewissen haben muss, dann ist es die Presse, die Werder Bremen und Thomas Schaaf mindestens in den letzten zwölf Wochen durchs Dorf getrieben hat", sagte Fischer der Zeitung.
Schaaf gegen offizielle Verabschiedung
Am 15. Mai hatte sich Werder Bremen nach 14 Jahren vom ehemaligen Meistertrainer Thomas Schaaf getrennt. Der 52-Jährige bat in Folge seiner Demission unter anderem darum, bei Werders letztem Saisonspiel in Nürnberg nicht mehr auf der Trainerbank Platz nehmen zu müssen und sprach sich gegen eine offizielle Verabschiedung aus.
Werder erzielte in dieser Spielzeit mit 34 Punkten nach 33 Spieltagen das schlechteste Ergebnis seit der Abstiegssaison 1979/80.
Autor: Marco Heibel
