"Triple A" steht eigentlich für eine hohe Bonität, die durch Ratingagenturen eingestuft wird. Bei Werder Bremen steht "AAA" jedoch Problemzonen, die der DFB-Pokal offenbarte: Abwer, Angriff und Attitüde. Ein weiteres A ist in Gefahr: Der Transfer von Joseph Akpala.
Den Bremern stehen schwere Zeiten bevor. Schwere Zeiten? Moment, haben nicht genau die Hanseaten, von denen gerade die Rede ist, eine gute Saison-Vorbereitung gespielt und den Liga total-Cup gegen Bayern München und Borussia Dortmund gewonnen? Richtig, doch zusätzlich zu dem Wiesenhof-Problem der Fans, gesellte sich nun das Erstrunden-Aus im DFB-Pokal gegen Drittligist Preußen Münster an die Weser.
Transfer vom Ausscheiden bedroht
Bei tropischen Bedingungen zeigte Werder Bremen in Münster eine indiskutable Leistung. Zwar führte der Bundesligist durch Tore von Eljero Elia (45.) und Niclas Füllkrug (67.) gleich zweimal, doch die Abwehr enttäuschte maßlos und bekam Matthew Tayler nicht in den Griff, der drei Tore für den Münsteraner Festtag beisteuerte (54./81./118.). Dimitri Nazarow brachte zu Beginn der Verlängerung den Außenseiter erstmals in Führung (96.). Natürlich fehlen den Bremern durch das zweite Erstrunden-Aus in Folge Einnahmen, die mögliche Transfersvorhaben ins Wanken bringen.
Genau, Transfersvorhaben. Werder Bremen hatte vor, den nigerianischen Stürmer Joseph Akpala einzukaufen. Das ist nichts Neues, zumal der Wechsel quasi schon in trockenen Tüchern war. Durch die andauernde Ebbe, die durch das Ausscheiden im Pokal bekräftigt wurde, liegen die trockenen Tücher mittlerweile zur Hälfte in der Weser. Akpalas Verein FC Brügge will angeblich rund 1,2 Millionen Euro als Ablöse, die sich die Bremer durch ein Weiterkommen erhofft hatten.
"Wir hatten schon mit einigen Runden im Pokal geliebäugelt, mindestens aber mit der zweiten Runde", sagte Klaus Allofs sichtlich angefressen auf dem Weg in die Kabine nach der Niederlage. In Bezug auf den Akpala-Wechsel ruderte Allofs zurück: "Wir waren in den Gesprächen auf einem guten Weg. Unterschrieben ist noch nichts. Aber nun haben wir finanziell eine andere Situation. Wir müssen nochmal neu diskutieren."
A wie Angriff, A wie Abwehr
Dabei wäre der 25-Jährige Stürmer für Bremen äußerst wichtig. Gegen Münster spielte Bayern-Leihgabe Nils Petersen zu unauffällig, kam kaum zum Abschluss und wenn, dann vergab er zumeist kläglich. Lediglich Elia macht Hoffnung, denn er brachte Schwung in die Offensive und war einer der besseren Bremer auf dem Platz, der normalerweise auf den Flügeln den Aufbau vorantreiben sollte. Petersen war bis zur Einwechslung des zweiten Torschützen, Niclas Füllkrug, ein Alleinunterhalter.




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