Der in einen Wett- und Manipulationsskandal verwickelte französische Handball-Weltstar Nikola Karabatic bekommt vorerst kein Gehalt mehr. Der Präsident des französischen Rekordmeisters Montpellier AHB, Rémy Lévy, bestätigte, dass die Verträge des ehemaligen Kielers und vier weiterer in die Affäre verwickelten MAHB-Profis ruhen. Das sei jedoch nicht auf Initiative des Vereins geschehen, sondern sei im Zuge der Ermittlungen die Folge eines Justizbeschlusses. Karabatic hatte am Dienstagabend in einer Medientour, bei der er in mehreren TV- und Radio-Sendungen auftrat, seine Unschuld beteuert. Das MAHB-Spiel bei Cesson-Rennes HB, das das Heimteam im Mai sensationell mit 31:28 gewonnen hatte, sei nicht manipuliert worden. Insgesamt sieben Handballer - zwei waren im Sommer zu Paris SG gewechselt - stehen im Verdacht, das Spiel absichtlich verloren zu haben, um Verwandten und Bekannten Wettgewinne von knapp 252 000 Euro zu ermöglichen. Den insgesamt 13 Personen, gegen die Strafverfahren eingeleitet wurden, drohen Haftstrafen von bis zu fünf Jahren.
