Mit Mario Gomez hatte der FC Bayern erst kürzlich langfristig verlängert, mit Claudio Pizarro ein gutes Backup geholt. Doch nun buhlen die Münchner auch um Edin Dzeko. Warum? Will man nur einen großen Namen präsentieren oder steckt dahinter der Wunsch nach einem Systemwechsel?
Eine titellose Saison ist so ziemlich das Schlimmste, was sich ein Verantwortlicher des FC Bayern München überhaupt vorstellen kann. Das Bewusstsein, nicht mehr die Nummer eins in Deutschland zu sein, von der Konkurrenz eben nicht mehr neidisch mit Ferngläsern betrachtet zu werden, sondern selbst den Feldstecher bemühen zu müssen, um Borussia Dortmund nicht aus den Augen zu verlieren, schmerzt vor allem Uli Hoeneß.
Und der Bayern-Präsident hat auch schon einen Plan, wie er die unbefriedigende Situation ändern kann. "Wir werden unsere Mannschaft so lange verstärken, bis wir wieder alleine sind", hatte Hoeneß laut taz.de bereits vor dem verlorenen Pokalfinale und der Niederlage im Champions League-Finale "gnadenlose qualitative Kadervergrößerung" angekündigt.
Angesichts der zu erwartenden Belastungen bei 13 Nationalspielern durch die Europameisterschaft und der Tatsache, dass sich die Bayern daher in den Spielzeiten nach einem großen Turnier immer besonders schwer taten, sicherlich eine gute Entscheidung nach Möglichkeit alle Positionen doppelt zu besetzen. Vor diesem Hintergrund machen die Verpflichtungen von Tom Starke, Dante, Xherdan Shaquiri und des ablösefreien Claudio Pizarro auch durchaus Sinn, sind allesamt gute Verstärkungen, die den etablierten Stammkräften gehörig Dampf machen können.





