21 NBA-Spiele und 2,5 Punkte im Schnitt - Draymond Green ist nicht der Spieler, der in der Crunchtime den Ball in die Hände bekommt. Doch gegen die Heat hatte der Rookie der Warriors seinen großen Auftritt. Er machte den Sieg in letzter Sekunde perfekt.
0,9 Sekunden vor Ende der Partie versenkte Green den Ball im Korb zum 97:95-Erfolg der Golden State Warriors bei Miami Heat. "Der Coach hatte keinen Spieler für den letzten Schuss bestimmt. Natürlich haben alle damit gerechnet, dass Klay Thompson oder Stephen Curry zum Zuge kommen, aber plötzlich stand ich völlig frei", beschrieb Draymond Green bei espn.com den Moment, der ihn zum Matchwinner machte.
Warriors feiern fünften Sieg in Serie
Oben drauf gab es nach dem Spiel noch ein Sonderlob von Superstar LeBron James, der 31 Punkte erzielte und damit zum 25. Mal in Serie mehr als 20 Zähler verbuchte. "Er hat sehr hart gespielt, es war ein großartiges Duell zwischen ihm und mir. Er wird in jedem Team seine Spielzeit bekommen, weil er weiß, wie man Basketball spielt. Golden State passt sehr gut zu ihm und es ist schön, dass er seine Chance bekommt", erklärte James.
Der Sieg der Warriors war der vorläufige Höhepunkt einer beeindruckenden Serie. Golden State hat damit das fünfte Auswärtsspiel in Serie gewonnen und mit einer Bilanz von 15:7 Siegen den besten Saisonstart seit 1991 hingelegt. "Wir sind richtig heiß gelaufen. Das ist ein ganz besonderer Erfolg, darauf werden wir aufbauen", jubelte Klay Thompson. Der 22-Jährige war mit 27 Punkten bester Werfer seiner Mannschaft.
Mavs nach zweimaliger Verlängerung geschlagen
Nach drei Siegen in Folge kassierten die Dallas Mavericks bei den Boston Celtics eine 115:117-Niederlage nach zweimaliger Verlängerung. Die Mavs schnupperten in einem seltsamen Spiel am Sieg, obwohl sie im Verlaufe der gesamten Partie nur 17 Sekunden lang in Führung lagen. 1:47 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit hatte Derek Fisher mit einem Dreier die erste und einzige Führung der Gäste erzielt.
Zu diesem Zeitpunkt hatten die Mavs einen zwischenzeitlichen 14-Punkte-Rückstand egalisiert und waren nahe dran, diese Aufholjagd zu krönen. Letztendlich standen sich die Texaner aber zu oft selbst im Weg. Unglaubliche 28 Turnover häuften die Mavs am Ende der Partie an, allein O.J. Mayo kam auf neun, so viele wie noch nie in seiner Karriere.
Rondo verpasst Triple-Double
Mit 24 Punkten hielt er andererseits seine Mannschaft lange Zeit überhaupt im Spiel. Bei den Celtics war Rajon Rondo einmal mehr die dominierende Persönlichkeit. Er stand fast 53 Minuten auf dem Parkett und schrammte mit 16 Punkten, 15 Assists und neun Rebounds nur knapp an einem Triple-Double vorbei. Bester Schütze bei den Celtics war Paul Pierce mit 34 Punkten.
