Zweite Sprintankunft bei der Vuelta a Espana, zweiter Etappensieg durch John Degenkolb. Der deutsche Youngster ließ der Konkurrenz im Finale erneut keine Chance und durfte sich auf der fünften Etappe zum überragenden Sprinter der Spanien-Rundfahrt feiern lassen.
Degenkolb hatte sich bei der Ankunft auf dem 168 Kilometer langen Rundkurs von Logrono genau im richtigen Moment vom Hinterrad Daniele Bennatis gelöst und als erster den Zielstrich überfahren. Der Italiener landete auf den zweiten Platz, Dritter wurde Gianni Meersman.
"Das ist unglaublich, ich bin sprachlos! So etwas kann man nicht beschreiben!", jubelte Degenkolb, der sich zudem das Trikot des Punktbesten überstreifen durfte. In der Stunde des Triumphes vergaß er aber auch seine Teamgefährten nicht, die den Sprint ideal für ihn angezogen hatten. "Sie waren fantastisch", lobte Degenkolb, der vor dieser Saison noch keine Etappe bei einer der drei großen Landesrundfahrten gewonnen hatte. Nun sind es schon zwei - und die Vuelta ist noch jung.
Auf dem 21 Kilometer langen Rundkurs, der achtmal zu befahren war, setzte sich der Spanier Javier Chacon früh als Solist vom Feld ab und fuhr zeitweise einen Vorsprung von knapp zwölf Minuten auf das Peloton heraus. 28 Kilometer vor dem Ziel war seine Flucht dann aber zu Ende, als sich unter anderen Tony Martin - der Etappenzweite vom Vortag - in die Tempoarbeit einschaltete.
Rodriguez weiter in Rot
Das Rote Trikot des Spitzenreiters verteidigte dagegen Joaquin Rodriguez aus Spanien vor dem Briten Christopher Froome und seinem Landsmann Alberto Contador. Rodriguez hatte sich den Spitzenplatz am Vortag gesichert und dabei auch vom Sturzpech Alejandro Valverdes profitiert.
Weil das Feld nicht auf ihn wartete und stattdessen vor allem Sky aufs Tempo drückte, schimpfte der frustrierte Spanier im Ziel über seine Rivalen. "Jedes Team fährt für sich", entgegnete Rodriguez dagegen nur lässig.
