DIe goldene Generation der U 21-Europameister von 2009 sind der Kern der DFB-Elf von Joachim Löw, doch nicht alle Spieler die in Schweden den Titel holten, sind durchgestartet. sportal.de hat die Wege der Youngster nachgezeichnet.
Nach der U 17 wurde auch die deutsche U 21 im Jahre 2009 Europameister. Das Team wurde von Trainer Horst Hrubesch betreut, der die Truppe vom geschassten Dieter Eilts übernahm. Eine goldene Generation wurde geformt, denn viele dieser Spieler bilden heute das Korsett der deutschen Nationalmannschaft. Doch nicht alle Spieler nahmen den Karrierezug in Richtung A-Kader.
Wie gewohnt plakativ haben wir die Spieler drei Jahre nach ihrem Erfolg mit der U 21 in drei Kategorien eingeteilt. 1. Superstars, 2. Bundesligareif, 3. Enttäuschung. Zudem haben wir uns auf eine prominente Auswahl des damaligen 23 Spieler umfassenden Kaders beschränkt.
1. Superstars
Manuel Neuer (Bayern München/31 A-Länderspiele)
Der in Gelsenkirchen geborene Schalker Manuel Neuer gab im August 2006 mit 20 Jahren sein Bundesligadebüt im Spiel gegen Aachen. Damals noch als Vertretung für Frank Rost. Der damalige Schalke-Coach Mirko Slomka wagte im November 2006 den endgültigen Generationswechsel und stellte Manuel Neuer ausgerechnet gegen Bayern München ins Tor. Eine Entscheidung, die sich als Gold wert herausstellte.
Jerome Boateng (Bayern München/25 A-Länderspiele)
In Berlin geboren ging der kleine Bruder von Kevin-Prinz Boateng von der Hertha zum HSV. Dort spielte er drei Jahre, ehe der den Sprung zu Manchester City wagte. Nach einem Jahr schnappte sich Bayern München den flexiblen Abwehrspieler. In der U 21 fiel Boateng vor allem durch seine hervorragende Spieleröffnung auf. Er war an mehreren Toren im Aufbau beteiligt. Zusammen mit Höwedes bildete Boateng das starke Innenverteidiger-Duo. "Defense wins championships" - diese Weisheit gilt vor allem für die U 21 Europameister, die mit Manuel Neuer, Jerome Boateng, Benedikt Höwedes und Sami Khedira ein wahres Bollwerk in der Defensivzentrale aufbauen konnten.
Im A-Kader von Jogi Löw ist Boateng derzeit als rechter Verteidiger gesetzt. Bei Bayern München wird er flexibel eingesetzt. Zuletzt wurde aber auch Kritik laut, nachdem er im Champions League-Finale im entscheidenden Moment gegen Didier Drogba patzte. "Jerome Boateng muss seine entscheidenden Fehler minimieren. Wenn du im Pokal oder Champions-League-Finale patzt, wird das kritisiert", sagte Bayern-Coach Jupp Heynckes im Interview mit dem kicker.
Mats Hummels (Borussia Dortmund/19 A-Länderspiele)
Mats Hummels war in der Saison vor dem Titelgewinn verletzungsbedingt noch kein Stammspieler bei Dortmund. Auch beim Turnier in Schweden kam Hummels nur zu zwei Einsätzen. Er spielte im Finale aber im defensiven Mittelfeld und machte ein tolles Spiel. Erst nach dem Turnier kam seine Karriere so richtig in Fahrt. Mittlerweile ist er auch aus Joachim Löws Team nicht wegzudenken. Sieht man vom Halbfinale gegen Italien ab, spielte Hummels eine großartige EM 2012.
Sami Khedira (Real Madrid/32 A-Länderspiele)
Wie Manuel Neuer war Sami Khedira schon lange Stammspieler in seinem Club und somit auch Leistungsträger der U 21. Allerdings war er damals noch nicht so auffällig wie heute. Durch seinen Wechsel vom VfB Stuttgart zu Real Madrid hat sich der defensive Mittelfeldspieler noch einmal weiterentwickelt. Bei der EM 2012 wurde er ins All-Star-Team der UEFA gewählt.
Mesut Özil (Real Madrid/38 A-Länderspiele)
Mesut Özil wurde in Gelsenkirchen geboren und ist im Schatten des Schalker Stadions groß geworden. Er wurde mit Schalkes A-Jugend Deutscher Meister und galt als der potenzielle Nachfolger von Spielmacher Lincoln. Doch ein Jahr später jagte man den hoch talentierten Spielmacher vom Hof. Sein Talent wurde zwar erkannt, aber dennoch nicht hoch genug eingeschätzt, wie die Aussagen von Clubchef Clemens Tönnies im Sport1-Doppelpass belegen.





