Bulgarien hat Deutschland im Viertelfinale der olympischen Spiele im Volleyball mit 25:20, 25:16 und 25:14 geschlagen und zieht ins Halbfinale ein. Dort treffen die Bulgaren nun auf die Mannschaft aus Russland. Die Auswahl von Bundestrainer Vital Heynen enttäuschte auf ganzer Linie im Londoner Volleyball-Tempel Earls Court, agierte verkrampft und mutlos. Das Erreichen der Runde der besten Acht und Platz fünf bedeuteten am Ende aber das beste Abschneiden bei Olympia seit Silber 1972 für die DDR-Volleyballer. In der Vorrunde hatten Heynens Schmetterkünstler noch die Partie gegen Europameister Serbien nach 0:2-Satzrückstand gedreht, gegen Bulgarien gelang ihnen dieses Kunststück nicht. Zu sehr war den DVV-Männern auch der Kräfteverschleiß im sechsten Spiel innerhalb von nur zehn Olympia-Tagen anzumerken. Vor allem im Angriffsspiel fehlte die nötige Frische, viel zu selten konnten Diagonalangreifer Grozer und Co. die gegnerische Abwehr unter Druck setzen. Die Bulgaren ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen und spielten auch im dritten Satz ihre Überlegenheit aus. Am Ende stand eine deutliche Niederlage für das deutsche Team, das sich aber mit dem besten Olympia-Abschneiden seit 40 Jahren dennoch über gelungene Spiele freuen durfte.
