Eigentlich sollte die Saison 2012 der Formel 1 abgeschlossen sein. Und doch ließ das letzte Rennen in Sao Paulo besonders Ferrari nicht los. Eine Bitte um Aufklärung eines Manövers von Sebastian Vettel dürfte jedoch keine Veränderung in der WM-Wertung bringen.
Ferrari hatte zunächst Video-Material, das Vettel angeblich bei einem nicht erlaubten Überholmanöver während einer Gelbphase beim Grand Prix von Brasilien zeigt, geprüft. Danach hatte man den Internationalen Automobilverband FIA schriftlich aufgefordert, das Überholmanöver zu prüfen. Das teilte das italienische Team via Twitter mit.
Laut Renndirektor Charlie Whiting hat Sebastian Vettel jedoch bei seinem Überholmanöver gegen Jean-Eric Vergne am Sonntag in Sao Paulo keinen Regelverstoß begangen. "Vettel hat auf die Flagge reagiert und alles richtig gemacht", sagte Whiting auto, motor und sport.de.
Vettel hatte beim Großen Preis von Brasilien den Franzosen überholt, noch bevor er die grünen Leuchtsignale erreicht hatte, die wiederum eine Gelb-Phase aufheben. Allerdings befand sich deutlich vor der elektrischen Tafel noch ein Streckenposten, der die Grüne Flagge schwenkte. "Wenn die Ampeln nicht an den Flaggenposten installiert sind, dann gilt für den Fahrer das erste Signal, das gezeigt wird", erklärte Whiting. In Vettels Fall sei zwischen der letzten gelben Ampel und der grünen Ampel eine grüne Flagge geschwenkt worden. "Der Abstand beträgt hier 350 Meter".
Anfrage kein Einspruch gegen Rennwertung
Die Ferrari-Anfrage nach einer Klärung bedeutet ohnehin kein Einspruch gegen das Rennresultat. Vettel hatte dank einer Aufholjagd, bei der er in Runde vier den Franzosen Jean-Eric Vergne in besagter Szene überholt hatte, den sechsten Platz beim Großen Preis von Brasilien belegt und damit einen Drei-Punkte-Vorsprung vor dem Sao-Paulo-Zweiten Fernando Alonso im Ferrari gerettet. Der Heppenheimer hatte damit seinen dritten Titel in Serie perfekt gemacht.
Normalerweise werden Verstöße gegen Gelbe Flaggen mit einer Durchfahrtsstrafe geahndet. Nachträglich - bislang aber immer noch am Renntag - werden für gewöhnlich 20-Sekunden-Strafen verhängt.





