Ein unglückliches Eigentor hatte den VfL Wolfsburg schon auf die Verliererstraße gebracht. Doch Bayer Leverkusens Passivität, aber auch das Wechselhändchen von Köstner kippten das Spiel. Keine schlechte Bewerbung des Interimscoaches für eine Weiterbeschäftigung.
"Wir werden eine Entscheidung treffen, wenn wir sie treffen können", hatte Wolfsburgs Geschäftsführer vor der Partie bei Sky zur schwelenden Trainerfrage erklärt, damit die Spekulationen über ein mögliches Engagement von Bernd Schuster als Cheftrainer bei den Niedersachsen allerdings am Kochen gehalten.
Lorenz-Günther Köstner hatte beim 2:1-Sieg über Bayer Leverkusen eigentlich alles richtig gemacht. Er wechselte Christian Träsch ein, der mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen Ausgleich (78.) nach dem unglücklichen Eigentor von Fagner (31.) das Spiel offenhielt, ehe Bas Dost (89.) in der druckvollen Endphase den Siegtreffer erzielte und Bayer Leverkusen bestrafte. "Wir waren nicht aktiv genug und haben bei beiden Toren kräftig mitgeholfen. Wir haben uns zu sehr darauf verlassen, dass wir das 1:0 über die Zeit bringen", kritisierte der auf Bayer-Seiten spät eingewechselte Simon Rolfes laut welt.de die Einstellung seiner Mannschaft.
Unglückliches Eigentor bringt Leverkusen in Front
Bayer Leverkusen, mit Carvajal rechts in der Viererkette und Hajime Hosogai als Sonderbewacher für Diego und Stefan Reinartz im defensiven Mittelfeld, war wohl auch in Erinnerung an die 1:3-Niederlage gegen die Wölfe vor fünf Wochen in der Bundesliga sehr verhalten in die auf mäßigem Niveau geführte erste Hälfte gestartet.
Die Werkself lauerte zunächst vornehmlich auf Konter, überließ dem VfL Wolfsburg, bei dem Ivica Olic wieder für Vierinha ins Team gerutscht war, zunächst die Initiative. Die Gastgeber hatten so auch zunächst ein optisches Übergewicht und deutlich mehr Ballbesitz, versuchte mit schnellen Kurzpässen das Mittelfeld zu überbrücken.
Das gelang in der von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägten Abtastphase zunächst auch ganz gut, führte dank der kompakten Bayer-Defensive allerdings nicht für nennenswerte Gefahr. Die resultierte erst aus einem Naldo-Distanzschuss, der auf dem nassen Wolfsburger Rasen vor Bernd Leno aufsetzte, den Bayer Keeper so zu einer unfreiwilligen Gesichtsparade zwang. Großchancen blieben in der ersten Hälfte, in der sich beide Mannschaften größtenteils im Mittelfeld egalisiert hatten, ansonsten Mangelware.




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