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VfL Wolfsburg stoppt Favoritenschreck Arminia Bielefeld

Zu den Kommentaren6 Kommentare   |   Quelle: sid
29. April 2015, 22:20 Uhr
Maximilian Arnold
Maximilian Arnold war gegen Bielefeld gleich doppelt erfolgreich

Endlich im Finale! Mit einer abgezockten und titelreifen Vorstellung hat der VfL Wolfsburg seinen Halbfinal-Fluch im DFB-Pokal eindrucksvoll gebannt. Der Bundesliga-Zweite stoppte Favoritenschreck Arminia Bielefeld mit 4:0 (2:0) und hat nach fünf vergeblichen Anläufen erstmals seit 1995 das Endspiel erreicht. Der deutsche Meister von 2009 greift damit am 30. Mai gegen Borussia Dortmund nach dem ersten Cup-Sieg.

Die Tore für die Wölfe, die 1999, 2007, 2008 sowie in den vergangenen beiden Jahren immer im Halbfinale gescheitert waren, erzielten Eigengewächs Maximilian Arnold (8., 55.), Luiz Gustavo (32.) und Ivan Perisic (51.). Bei ihrer bisher einzigen Final-Teilnahme vor 20 Jahren verloren die Niedersachsen 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Perisic feierte seinen Treffer, indem er ein T-Shirt unter seinem Trikot mit dem Foto des im Januar tödlich verunglückten Teamkollegen Junior Malanda zeigte.

"Das ist ein großer Moment für die Mannschaft, den VfL und die Stadt Wolfsburg. Es ist sensationell, dass wir das geschafft haben", sagte Wolfsburg Manager Klaus Allofs bei Sky: "Ich freue micht jetzt schon drauf, dass wir in Berlin 25.000 oder 30.000 Fans haben werden. Das wird ein tolles Spiel gegen Dortmund."

Bielefeld scheitert bei dritter Halbfinalteilnahme

Die Bielefelder, die auch bei ihrer dritten Halbfinal-Teilnahme nach 2005 und 2006 scheiterten, verabschiedeten sich trotz der deutlichen Niederlage erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb. Sie spielten ähnlich beherzt wie bei den Siegen gegen die Bundesligisten Hertha BSC, Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach, erwischten diesmal aber einfach einen besseren Gegner, der eine weitere Sensation nie ernsthaft möglich erscheinen ließ und am Ende den höchsten Halbfinal-Auswärtssieg einer Mannschaft seit 1970 feierte.

Die Fans verziehen ihren Pokalhelden das klare Ergebnis und feierten die Arminia sogar mit jedem Gegentor mehr. Der Drittliga-Spitzenreiter wird seine überragende Saison ohnehin wohl bald mit dem Aufstieg in die 2. Liga krönen und darf sich mit rund 5,4 Millionen Euro Zusatzeinnahmen aus dem Pokal trösten.

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking ließ Weltmeister André Schürrle bis zur 67. Minute auf der Bank schmoren, der angeschlagene Kevin de Bruyne stand dagegen in der Startelf. Der VfL war absolut siegessieger in sein drittes Halbfinale in Serie gegangen. Dass am Mittag schon der Bestellmodus für Final-Tickets auf der Homepage erschien, war aber nur ein technischer Fauxpas.

Spielfeld erneut in schlechtem Zustand

Auf dem 15 Jahre alten Spielfeld - das teilweise wirkte wie das, was die "Alm" ursprünglich war, nämlich eine Kuhweide - kämpften die Bielefelder wie versprochen von der ersten Sekunde an um ihr Leben. Doch auch dem Favoriten war von der ersten Sekunde anzumerken, wie ernst er das Spiel nahm. Die Wölfe ließen sich nicht den Schneid abkaufen und gingen durch Arnolds Schlenzer nach einem groben Schnitzer des Bielefelders Stephan Salger dann auch früh in Führung.

Die Arminia zeigte sich von dem ersten Rückstand im laufenden Wettbewerb nicht geschockt und steckte keineswegs auf. Gefährliche Offensivaktion des Drittligisten ließen die Wolfsburger aber kaum zu. Auf der Gegenseite legte Luiz Gustavo nach einer schönen Freistoß-Variante über Ricardo Rodriguez und Bas Dost per Kopf nach.

Nach der Pause wollte es der Außenseiter noch einmal unbedingt wissen und wäre fast zurück ins Spiel gekommen, als sich VfL-Keeper Diego Benaglio bei einem Freistoß von Florian Dick verschätzte und dieser an die Latte knallte (47.). Mit zwei eiskalten Kontern beseitigte der VfL dann aber frühzeitig die allerletzten Zweifel am Final-Einzug.

zu "VfL Wolfsburg stoppt Favoritenschreck Arminia Bielefeld"
6 Kommentare
Letzter Kommentar:
Mainzer schrieb am 30.04.2015 13:30
@Mainzer: Sie haben nicht telefoniert: Wie aus der heutigen Presse zu erfahren ist, hat Langerak lediglich eine sms geschickt, immerhin, aber zum an sich völlig selbstverständlichen Anrufen hat wohl der Mut nicht gereicht. Wieder falsch abgebogen....Aber das hat ja offenbar jahrelange Tradition bei Angestellten des BVB.
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