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Von: Malte Asmus
Datum: 06. Dezember 2012, 21:07 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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VfB Stuttgart steht trotz Niederlage gegen Molde in Zwischenrunde der Europa League

Traore,Stuttgart
Ibrahima Traore war genauso glücklos wie seine Teamkollegen vom VfB Stuttgart

Wenn das Glück auf Dauer nur dem Tüchtigen hilft, warum dann dem VfB Stuttgart? Der stümperte sich völlig verunsichert und ideenlos zu einer 0:1-Pleite gegen das bereits ausgeschiedene Molde, zog aber trotzdem in die Zwischenrunde der Europa League ein.

Schützenhilfe gab es nämlich von Steaua Bukarest, das gegen den FC Kopenhagen, den Rivalen des VfB Stuttgart um Platz zwei, ein 1:1 holte und die Dänen damit dank des gewonnenen direkten Vergleichs auf Rang drei verwies. Diese Unterstützung aus der Ferne hatten die Schwaben auch bitter nötig gehabt, denn gegen Molde fanden sie schon wie bei der 0:2-Hinspielniederlage kein Mittel.

Vor der Magerkulisse von gerade einmal rund 12.000 Zuschauern im weiten Rund der Mercedes Benz-Arena war der VfB Stuttgart nicht richtig ins Spiel gekommen. Ideenlosigkeit prägte die Aktionen der Mannschaft von Bruno Labbadia, die mit zunehmender Dauer der ersten Hälfte immer verunsicherter wirkten. Jo Inge Berget hätte das nach einer Viertelstunde fast mit der Molde-Führung bestraft, scheiterte aber freistehend an einer starken Parade von Sven Ulreich.

Kurz vor dem Pausenpfiff durften die Gäste dann doch jubeln. Alle Stuttgarter Feldspieler hatten sich wegen eines Freistoßes tief in der gegnerischen Hälfte befunden, als Gotoku Sakai beim Schussversuch ein verhängnisvoller Querschläger unterlief, der einen Gegenstoß einleitete. Martin Linnes passte zu Davy Claude Angan (45.), der zunächst ebenfalls an Ulreich scheiterte, den Nachschuss aber zum 0:1 in den Maschen versenkte.

Stuttgart engagierter, aber zu harmlos

Nachdem es zu Beginn der zweiten Hälfte kurzzeitig nach einer Stuttgarter Leistungssteigerung ausgesehen hatte, verfielen die Schwaben dann aber schnell wieder in den Trott der ersten Halbzeit. Sie waren zwar deutlich häufiger im Angriff, leisteten sich allerdings zu viele technische Fehler, die trotz mittlerweile deutlich häufigerer Torraumszenen wirklich gefährliche und zwingende Abschlüsse unmöglich machten.

Der für den verletzten Tunay Torun eingewechselte Martin Harnik schoss aus der Distanz vorbei, Vedad Ibisevic verfehlte nach starkem Pass von Christian Gentner das Tor. Ulreich verhinderte in den Schlussminuten dann gegen Moldes Joker Daniel Chima eine höhere Niederlage des VfB Stuttgart. Für das Erreichen der K.o.-Runde war die schwache Leistung der Stuttgarter zwar genug, im Februar wird dort allerdings eine gewaltige Steigerung bitter nötig sein.