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Von: Philip Dehnbostel
Datum: 28. August 2012, 20:01 Uhr
Format: Artikel
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VfB Stuttgart steht nach 1:1 in Moskau in der Gruppenphase der Europa League

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Christian Noboa wird von Tamas Hajnal und Shinji Okazaki in die Zange genommen

Weil Vedad Ibisevic in Moskau seine Goalgetter-Qualitäten wiedergefunden hat, steht der VfB Stuttgart in der Gruppenphase der Europa League. Wegen des Hinspiel-Resultates konnte auch der späte Ausgleich den VfB nicht mehr schocken.

Der VfB Stuttgart konnte im Rückspiel der Europa League-Playoffs gegen Dynamo Moskau dank Vedad Ibisevic einen Krimi vemeiden. Beim 1:1 (0:0) in Moskau brachte der Bosnier sein Team in Führung. Trotz des Ausgleichstreffers geriet das Spiel nicht zu einer Zitterpartie, schließlich konnte der VfB vom 2:0-Sieg im Hinspiel zehren. Gegen einen formschwachen Gegner reichte den Schwaben ansonsten eine mittelmäßige Leistung, um die Teilnahme am internationalen Geschäft klar zu machen.

Bruno Labaddia wechselte im Vergleich zur Partie gegen den VfL Wolfsburg auf zwei Positionen. Für den leicht angeschlagenen Tim Hoogland begann Gotoku Sakai als Rechtsverteidiger, außerdem ersetzt Shinji Okazaki auf der linken Mittelfeldseite Ibrahima Traore. Serdar Tasci spielt aufgrund seiner Handverletzung erneut mit einer Schiene am rechten Arm.

Moskaus neuer Coach Dan Petrescu setzte den ehemaligen Bundesliga-Profi Zvjezdan Misimovic nur auf die Bank. Im Hinspiel hatte sein Vorgänger Dmitri Khokhlov den Bosnier in der 38. Minute ausgewechselt. Kevin Kuranyi bildete gemeinsam mit Alexander Kokorin das Sturmduo und sollte für die dringend benötigten Tore sorgen.

Stuttgart verpasst die frühe Entscheidung

Moskau begann, wie erwartet, ohne Umschweife nach vorne zu spielen und kam in der Anfangsphase schnell zu Chancen. Jedoch musste Sven Ulreich weder bei den Schüssen von Kuranyi (3.) und Balazs Dzsudzsak (10.), noch nach einem Solo von Kokorin (17.) eingreifen. Alle Versuche der Dynamo-Offensive verfehlten das Tor um ein gutes Stück.

Ganz anders lief die erste Halbzeit für den VfB. Die Manschaft von Bruno Labaddia erspielte sich lediglich zwei Möglichkeiten, diese jedoch hätten zwingend die Führung bedeuten müssen. In der 23. Spielminute gelangte Okazaki nach einer Einzelaktion von Vedad Ibisevic im Sechzehner völlig freistehend an den Ball, sein unpräziser Abschluss wurde von Anton Shunin aber pariert.

Nur vier Minuten später legte der Japaner mustergültig für Martin Harnik auf und musste zusehen, wie sein Teamkamerad die Kugel aus zehn Meter nur an den Pfosten beförderte und die Vorentscheidung verpasste.

Ibvisevic macht alles klar

Direkt nach Wiederanpfiff hatten die Schwaben Glück, als Christian Noboa mit seinem Schuss nur die Latte traf. Ein Tor von Dynamo zu diesem Zeitpunkt hätte die Partie wieder spannend gemacht. Doch so blieb das Spiel ruhig, auch weil die Gastgeber nicht zwingend genug nach vorne spielten. Für noch mehr Entspannung bei den Schwaben sorgte Ibisevic mit seinem Treffer in der 64. Minute. Der Bosnier, der nach der Last-Minute-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg, wegen seiner vergebenen Elfmeter-Doppelchance, noch Kritik einstecken musste, verwertete einen Traumpass von Tamas Hajnal zum 1:0.

Der dritte Treffer Ibisevics gegen Dynamo binnen einer Woche entschied die Partie frühzeitig. Auch das Tor von Kokorin, der den Ball nach einer Flanke ins Gehäuse von Ulreich lenkte (77.) störte da nicht mehr. Somit steht der VfB Stuttgart als zweiter deutscher Teilnehmer der Europa League fest. Mit Hannover, die vor dem Rückspiel gegenüber Slask Wroclaw klar im Vorteil sind, und den in der CL-Quali schon fast augeschiedenen Gladbachern könnten noch zwei weitere Bundesligateams folgen.