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Datum: 16. August 2012, 12:07 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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VfB Stuttgart setzt auf die neuen jungen Wilden

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Bruno Labbadia konnte im Sommer nicht viel Geld ausgeben

VfB Stuttgart, Tabellensechster der vergangenen Bundesliga-Saison, verzichtet in diesem Jahr auf große Einkäufe. Klasse statt Masse ist das Motto der Schwaben, die vor allem Hoffnung in die eigene Jugend setzen.

Der VfB Stuttgart ist zum Sparen verdammt. Nachdem im Winter für Vedad Ibisevic rund 4,5 Millionen Euro investiert wurden, sind im Sommer 2012 die Kassen leer. Ganz im Gegensatz zu den Ligakonkurrenten aus München, Dortmund oder Mönchengladbach musste der VfB Stuttgart auf spektakuläre Transfers verzichten. Stattdessen setzt der Verein auf die eigene Jugend, den Rückkehrer Daniel Didavi und zwei aussortierte Spieler. Ein Konzept mit Risiko.

VfB Stuttgart setzt auf junge Akteure

Mit Tim Hoogland (kam als Leihgabe für 300.000 Euro aus Schalke) und dem ablösefreien Tunay Torun von Absteiger Hertha BSC Berlin haben die Schwaben nur zwei Spieler geholt. Stattdessen will der Verein gewissermaßen zurück zu den einstigen Erfolgszeiten, als Felix Magath mit seinen jungen Wilden wie Philipp Lahm, Kevin Kuranyi oder Aliaksandr Hleb in die Champions League einzog.

Mit Raphael Holzhauser, Antonio Rüdiger, André Weis und Kevin Störger holt der VfB Stuttgart gleich vier Talente aus der eigenen Jugend in den Profikader. Doch die müssen erst einmal ihren Platz in der eingespielten Mannschaft finden, die in der vergangenen Saison das drittbeste Team der Rückrunde wurde.

Daniel Didavi zurück bis 2016

Daneben kehrt der zuvor an den 1. FC Nürnberg ausgeliehene Daniel Didavi wieder zurück. Der 22-Jährige soll im Sturm zukünftig neben Harnik und Ibisevic auf Torejagd gehen, laboriert allerdings noch bis November an einem Knorpelschaden im linken Knie. Für Nürnberg erzielte Didavi, der erst kürzlich seinen Vertrag beim VfB Stuttgart bis 2016 verlängert hat, in 25 Spielen neun Tore

Erste Bewährungsprobe gegen Sechstligisten

Durch die Ablösesummen von Julian Schieber (für 5,5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund) und Timo Gebhart (für eine Million Euro nach Nürnberg) sowie die eingesparten Gehälter der Abgänge Khalid Boulahrouz und Matthieu Delpierre verzeichnet VfB Stuttgart sogar ein deutliches Plus zum Ende der Transferperiode.

Noch freut sich die sportliche Führung rund um Fredi Bobic und Bruno Labbadia über die schwarzen Zahlen. Doch die Enttäuschung dürfte nach der erfolgreichen letzten Saison groß sein, wenn sich der Erfolg nicht an den ersten Spieltagen einstellt. Am Samstag darf sich die junge Mannschaft erstmals gegen den Sechstligisten SV Falkensee-Finkenkrug im DFB-Pokalspiel beweisen.