Der VfB Stuttgart hat in seinem Bemühen um eine Verlegung seines Bundesliga-Auftaktspiels mangelnde Solidarität der meisten Erstligisten beklagt. Weil der VfB Stuttgart das Playoff-Rückspiel in der Europa League gegen Dynamo Moskau am 28. August bereits zwei Tage nach ihrem Punktspielstart gegen den VfL Wolfsburg bestreiten muss, strebt der Club seit knapp einer Woche eine Terminänderung an. "Es wirft kein gutes Licht auf den Solidaritätsgedanken, dass sich nicht zwei Vereine finden", sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic. Der VfB möchte den Bundesligastart gegen Wolfsburg auf den 25. August vorverlegen. Bislang haben sich aber keine zwei Mannschaften gefunden, die dafür auf den Sonntag ausweichen würden. Eine Änderung des Rückspieltermins gegen Moskau scheidet aus mehreren Gründen aus. "Im Interesse der Liga muss es das Ziel sein, so viele Mannschaften wie möglich in Europa vertreten zu haben", sagte Bobic. Er und Trainer Bruno Labbadia erwähnten, dass sie auch positive Reaktionen erfahren hätten und strichen vor allem die Bereitschaft des SC Freiburg und des VfL Wolfsburg heraus. "Es besteht noch ein kleines Fünkchen Hoffnung", sagte Bobic.
VfB Stuttgart leidet unter Wettbewerbsnachteil
Aber aktuell gehen die VfB-Verantwortlichen davon aus, wie angesetzt am 26. August gegen den VfL und zwei Tage später in Moskau spielen zu müssen. "Das ist ganz klar ein Wettbewerbsnachteil", kritisierte Bobic. Der Manager wies darauf hin, dass sich die Europäische Fußball-Union UEFA und die Deutsche Fußball Liga (DFL) formal korrekt verhalten hätten. Labbadia kritisierte indes: "Die UEFA hätte das entschärfen können. Und die DFL wollte selbst keine Entscheidung treffen."
