Das 3:2 (0:1) des VfB Stuttgart gegen den VfL Wolfsburg kam binnen sechs Minuten zustande, als die Schwaben ein 0:2 noch zum Sieg drehten.
Binnen sechs Minuten hat der VfB Stuttgart ein scheinbar schon verlorenes Spiel noch gedreht. Aber trotz einer unglaublichen Aufholjagd zum 3:2 (0:1)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg verpassten die Schwaben beim Saisonfinale noch den erhofften Sprung auf den fünften Tabellenplatz der Bundesliga.
Im Duell der beiden Konkurrenten um einen Platz im EM-Kader lagen der Stuttgarter Cacau (73.) und VfL-Stürmer Patrick Helmes (28.) mit jeweils einem Treffer gleichauf. Marco Russ erzielte vor 58.500 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena das 2:0 für die Gäste (60.). Maza hatte den Ausgleich für den VfB besorgt (77.), ehe Ibrahima Traoré (79.) den Sieg perfekt machte.
VfB-Trainer Bruno Labbadia musste seine Mannschaft gleich auf mehreren Positionen verändern, was sich aber auf die spielerische Qualität und das Engagement nicht negativ auswirkte. In der Vierer-Abwehrkette war der junge Gotoku Sakai auf rechts der einzige aus der Stammformation. Matthieu Delpierre feierte als Vertreter von Serdar Tasci zugleich Saisonpremiere und Abschied. Der Franzose wechselt zu 1899 Hoffenheim. Den gelb-gesperrten Georg Niedermeier ersetzte Maza, Arhur Boka durfte auf der linken Seite für Cristian Molinaro ran. Zudem rückte Cacau für den kurzfristig wegen eines grippalen Infektes ausgefallenen Shinji Okazaki in die Startelf.
VfB verwertet Chancen nicht
Beide Teams spielten couragiert nach vorne, sodass die Zuschauer eine abwechslungsreiche Partie geboten bekamen. Einziges Manko beim überlegenen VfB war die mangelhafte Chancenverwertung. So brachte Regisseur Tamas Hajnal nach einem Heber von Martin Harnik den allerdings aufspringenden Ball auch aus gut einem Meter nicht im Tor unter (13.). Pech hatte der Ungar, als sein präziser Freistoß noch aufs Tor abgefälscht wurde (23.). Ansonsten vergaben die Stuttgarter durch Eigensinn und Unentschlossenheit weitere Möglichkeiten.





