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Datum: 29. Juli 2012, 16:11 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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Vettel wird Vierter am Hungaroring - Hamilton siegt

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Lewis Hamilton gewinnt den Großen Preis von Ungarn

Lewis Hamilton erwischte einen Gala-Tag beim Großen Preis von Ungarn und fuhr seinen zweiten Saisonsieg ein. Zweiter wurde Kimi Räikkönen. Sebastian Vettel holte Platz vier, der WM-Führende Fernando Alonso wurde Fünfter. Michael Schumacher schied vorzeitig aus.

"Es ist fast wie früher Kimi", sagte Lewis Hamilton, als er das Podium betrat. Der Brite konnte im McLaren einen Start-Ziel-Sieg herausfahren, gefolgt von einem schnellen Kimi Räikkönen im Lotus. Den dritten Platz konnte ebenfalls ein Lotus-Pilot erreichen; Romain Grosjean verteidigte den Podiumsplatz vor Sebastian Vettel im Red Bull.

Beim WM-Titelverteidiger Vettel war bereits der Start missglückt. Während Pole-Fahrer Hamilton sofort weg rauschte, gelang Vettels Angriff von Startplatz drei auf den vor ihm startenden Franzosen Roman Grosjean nicht. Hamiltons McLaren-Kollege Jenson Button profitierte davon und zog am Deutschen vorbei. Der WM-Führende Fernando Alonso lieferte ein souveränes Rennen und kam als Fünfter ins Ziel.

Das Rennen in Ungarn: Große Hitze, viel Taktik, Reifenpoker

Bei der großen Hitze auf dem 4,318 Kilometer langen Hungaroring entwickelte sich von Beginn an ein von der Taktik geprägtes Rennen. Nahezu alle Fahrer bemühten sich, die Reifen nicht zu sehr zu beanspruchen, Überholmanöver gab es wie so oft in Ungarn kaum.

Red-Bull-Pilot Mark Webber war der einzige Fahrer der Top-20-Starter, der mit Mediumreifen begann. Fast das gesamte Feld wählte zu Beginn die weiche Mischung. Die Top-Fahrer wechselten nach den ersten Boxenstopps von Runde 15 an auf die harten Gummis, Vettel blieb auf den soften Reifen und machte Druck auf Button. Trotzdem gelang das Überholen nicht. "Lass uns etwas versuchen", wies Vettel via Funk sein Team nach 31 Runden an.

Räikkönen fuhr auf Attacke 

Mit seinem zweiten Boxenstopp spielte Button drei Umläufe später Red Bull in die Karten. Der der Brite wechselte zurück auf die schnelleren weichen Reifen und hing fortan hinter Williams-Pilot Bruno Senna fest. Vettel nutzte die freie Fahrt, holte auf Hamilton und Grosjean auf und reihte sich nach seinem zweiten Stopp in Runde 39 vor Button ein.

Den angestrebten Sprung aufs Podium verhinderte allerdings der stark fahrende Räikkönen. Der Ex-Champion fuhr auf seinen gebrauchten Pneus gegen Mitte des Rennens eine schnellste Runde nach der anderen. In Runde 46 behauptete der Finne nach seinem zweiten Reifenwechsel bei der Boxen-Ausfahrt in einem packenden Team-Duell gegen seinen Lotus-Kollegen Grosjean Rang zwei hinter Hamilton. Der Brite wehrte bis zum Schluss die Angriffe Räikkönens ab und holte nach 302,289 Kilometern seinen 19. Grand-Prix-Sieg.

"Ein fantastisches Rennen vom Anfang bis zum Ende", funkte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh Sieger Hamilton nach der Zieleinfahrt beim Großen Preis von Ungarn zu. "Unglaublicher Tag, großartige Arbeit vom gesamten Team", jubelte Hamilton.

Schumachers Albtraum-Tag in Budapest 

Keinen unglaublichen, eher einen gebrauchten Tag erwischte Rekordchampion Michael Schumacher. Vor dem Start ging der Motor seines Mercedes aus, er musste statt von Platz 17. aus der Boxengasse starten. Zu allem Überfluss bekam Schumacher nach einer zu schnellen Fahrt durch die Boxengasse eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Nach 60 Runden war das Rennen am Ende gar vorzeitig beendet.

Mercedes-Kollege Nico Rosberg fuhr als zweitbester Deutscher auf Platz zehn vor Nico Hülkenberg (Force India), der Elfter wurde. Marussia-Pilot Timo Glock kaum auf Rang 21. Vor der Sommerpause führt der Spanier (164 Punkte) nach elf von 20 Rennen mit 40 Zählern Vorsprung auf Vettels Red-Bull-Kollegen Mark Webber. Der Australier liegt nun nur noch zwei Zähler vor Vettel (122). Auf Rang vier der WM-Wertung schob sich Ungarn-Sieger Hamilton (117) an Räikkönen (116) vorbei.

Hamilton kann es kaum erwarten 

Lewis Hamilton, der in dieser Saison bereits in Montréal (Kanada) gewinnen konnte, hatte dann auch das letzte Wort des Tages: "Ich freue mich schon darauf, wenn die Saison weiter geht. Es ist noch ein langer Weg und viel Arbeit liegt vor uns, aber wir haben gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Es ist alles sehr eng, aber wir werden alles in die Waagschale werfen."