Einst die gefeierte Tennis-Queen, heute durch eine Krankheit weit zurückgeworfen: Venus Williams. Hört sie auf? Kommt sie zurück? Und wenn ja, wie? Ein mögliches Happy End könnte Olympia werden.
Venus Williams war einst die Queen von Wimbledon. Die elegantere der beiden Williams-Schwestern triumphierte fünfmal bei dem berühmtesten Tennisturnier der Welt. Mit Athletik und Hammer-Aufschlägen fertigte sie ihre bemitleidenswerten Gegnerinnen oftmals im Schnelldurchgang ab.
Mitleid von Davenport
Nach ihrem Erstrunden-Aus in Wimbledon war jedoch sie es, die einem leidtun konnte. Gezeichnet von ihrer Autoimmunkrankheit, unterlag die 32-Jährige der No-Name-Russin Jelena Wesnina mit 1:6, 3:6. Sie wirkte wie ein müder Abklatsch der Tennis-Königin von einst. "Es ist traurig, sie physisch nicht mehr bei 100 Prozent zu sehen. Und ehrlich gesagt: Da wird sie wohl auch nie wieder hinkommen", kommentierte BBC-Expertin und Wimbledon-Siegerin Lindsay Davenport.
Wimbledon, ihr Wohnzimmer
Auf der Pressekonferenz gab sie sich angriffslustig. "Ach ja, bin ich derzeit am Kämpfen? Bin ich das?!", blaffte sie vom Podium. Sie schimpfte über "verrückte Fragen" der Journalisten. Und trotzig, mit Tränen in den Augen, meinte die Kalifornierin: "Ich fühle mich als große Spielerin. Unglücklicherweise hatte ich mit Umständen zu tun, mit denen Menschen im Sport normalerweise nicht umgehen müssen."





