Von einem der spektakulärsten Transfers in der Sportgeschichte glaubt The Sun zu wissen: Nach der englischen Boulevardzeitung will Usain Bolt ein Probetraining bei Manchester United bestreiten. sportal.de hat sich die unglaubliche Geschichte angesehen.
Der schnellste Mann der Welt könnte demnächst beim beliebtesten Fußballclub der Welt eine Anstellung finden. Das berichtet zumindest die Boulevardzeitung The Sun in einer als "World Exkclusive" verkauften Geschichte. Der 100-Meter-Olympiasieger, der in Großbritannien nicht nur bei der großen karibischstämmigen Bevölkerung extrem beliebt ist, sieht sich als gut genug an, um als Profifußballer zu arbeiten.
Demnach soll Bolt gesagt haben: "Die Leute denken, ich würde Witze machen. Aber wenn Alex Ferguson mich anriefe und sagen würde: 'OK, lass es uns machen, komm vorbei und mach ein Probetraining', wäre es unmöglich für mich, nein zu sagen". Weiter zitiert die Zeitung den Sprinter, der nach seinem 100-Meter-Gold auch noch auf der 200-Meter-Strecke und in der Sprintstaffel für Jamaika antreten wird, mit der Einschätzung: "Ich würde mich der Herausforderung nicht stellen, wenn ich nicht dächte, ich wäre gut genug. Ich bin ein sehr guter Fußballer und ich weiß, dass ich etwas beitragen könnte".
Bolt kennt Ferguson seit einem gemeinsamen Benefizevent in Manchester vor drei Jahren und hat sich schon häufiger als sehr interessiert an anderen Sportarten gezeigt - und damit sind nicht nur die schwedischen Handballerinnen gemeint, mit denen er sich fotografieren ließ. Seit seiner Jugend liebt er Cricket, aber auch Fußball hat er immer verfolgt und spricht seit Jahren davon, dass er United-Fan sei. 2011 war er schon als Gast des Clubs im Wembley-Stadion zum Champions League-Finale gegen Barcelona und hatte bereits damals davon gesprochen, einmal das rote Trikot tragen zu wollen.
Manchester United, Real Madrid, Bayern München - mag Bolt auch kleine Clubs?
Allerdings sprach Bolt je nach Situation auch schon davon, ein Fan von Real Madrid zu sein oder für Bayern München spielen zu wollen (nachdem er von Bayerns Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandelt worden war). Das hinderte die Sun jedoch nicht daran, Fans in Manchester zu befragen, wo Bolt am besten eingesetzt werden solle. Nachdem einige kaum repräsentative Anhänger den Sprinter als Nachfolger von Ryan Giggs genannt hatten, veröffentlichte die Zeitung daraufhin gleich eine taktische Aufstellung mit Bolt auf der linken Außenbahn, neben einem neuen Trikot mit der Nummer 9,63 (wie Bolts Olympiarekordzeit aus dem 100-Meter Finale).
Das Sprintfinale sahen in Großbritannien 20 Millionen Menschen am Fernseher, was die Popularität Bolts im Königreich zeigt. Das Beispiel Renaldo Nehemiahs, der nach vier Jahren als weltbester Hürdensprinter Anfang der 1980er Jahre als Wide Receiver zu den San Francisco 49ers wechselte, zeigt, welchen Nutzen ein schneller Mann in einer Ballsportart haben kann. Zwar fing Nehemiah nicht alle Bälle, die er bekam, aber die gegnerische Defense musste sich auf sein Tempo mit doppelter Deckung einstellen. Das gleiche könnte United durch Bolt gewinnen, der eine hoch stehende Viererkette extrem riskant machen könnte - wenn er am Ball wirklich so gut ist, wie er sagt.
"Ich bin noch ein paar Tage in Großbritannien. Wenn Alex Ferguson mich anrufen will, weiß er, wo ich bin", so Bolt.



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