Nach langer Verletzungspause ist Andrea Petkovic bei den US Open endlich wieder am Start, die deutschen Hoffnungen ruhen aber vor allem auf Angelique Kerber. Der ist nach den zuletzt gezeigten Leistungen in New York beinahe alles zuzutrauen.
Im letzten Jahr begann in Flushing Meadows mit der Halbfinalteilnahme der Höhenflug von Angelique Kerber. Vom 92. Weltranglistenplatz hat sie sich inzwischen auf Rang sechs verbessert.
Beim Masters in Cincinnati besiegte sie kürzlich hintereinander mit Serena Williams und Petra Kvitova zwei Spielerinnen aus den Top-10. Kerber ist längst fester Bestandteil der absoluten Weltspitze und die Vorfreude auf die US Open sind ihr sichtlich anzumerken.
Kerber freut sich auf die US Open
"Es ist so aufregend, in dieser Stadt zu sein, an die ich so großartige Erinnerungen aus dem letzten Jahr habe", übermittelte sie via Twitter. "Ich freue mich darauf, auf dem Platz zu stehen und das besondere und berühmte New Yorker Publikum zu treffen", fuhr Kerber fort. Bei keinem anderen Turnier sind die Fans so laut, dröhnen die Flugzeuge so dicht über den Köpfen und kann einem die schlaflos-pulsierende Stadt den Nerv rauben.
Dass Kerber damit umgehen kann, bewies sie vor einem Jahr. Der einzige Unterschied: Damals war sie krasse Außenseiterin, heute ist die Erwartungshaltung ungleich größer. "Sie stand beim größten Vorbereitungsturnier (in Cincinnati) im Finale, sie steht in den Top Ten - ja, sie zählt zum erweiterten Favoritenkreis", sagt Bundestrainerin Barbara Rittner.
Gleichwohl weiß auch die Fed-Cup-Chefin, dass der ganz große Grand-Slam-Coup im größten Tennisstadion der Welt ein äußerst ambitioniertes Unterfangen ist. "Es muss alles stimmen, aber Angelique wird wieder Match für Match spielen, und dann werden wir sehen", sagte Rittner.
16 Deutsche in New York am Start
Von den insgesamt 16 deutschen Profis (zehn Herren, sechs Damen) starten am Montag sechs in das Grand-Slam-Spektakel in New York - neben Florian Mayer, Daniel Brands und Björn Phau das Fed-Cup-Trio Julia Görges, Sabine Lisicki und Andrea Petkovic.
Doch während Petkovic vor dem Match gegen Romina Oprandi aus der Schweiz die Erwartungen dämpft ("Mein Ziel ist es, ein Spiel zu gewinnen"), kann Angelique Kerber die Erstrunden-Partie gegen die Britin Anne Keothavong kaum erwarten. An einen möglichen Zweitrunden-Knüller gegen US-Star Venus Williams verschwendet sie (noch) keinen Gedanken.



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