Nachdem Bayern-Boss Uli Hoeneß Mario Gomez in den vergangenen Tagen leicht kritisiert hatte, verteidigte er nun seine Aussagen als Motivation. Mario Gomez müsse man hin und wieder reizen, damit er wie Gerd Müller 40 Tore in einer Bundesliga-Saison schieße.
Die Fans des FC Bayern München rieben sich in den vergangenen Tagen verwundert die Augen, als sie lesen mussten, wie Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, wiederholt Top-Stürmer Mario Gomez kritisierte. Als "gut, aber nicht sehr gut" bezeichnete Hoeneß den Torjäger. Später legte er noch nach und sagte, wenn Gomez sehr gut wäre, hätte der FC Bayern die Champions League gewonnen.
Nun relativierte der Bayern-Boss seine Aussagen und tat sie als Motivation ab. "Ich muss Mario manchmal ein bisschen ärgern. Er hat ein gewisses Phlegma und das muss man ihm austreiben", sagte Hoeneß der Münchner Abendzeitung.
Hoeneß habe das Gefühl, "dass ich ihn reizen muss - und das tue ich. Ich mache das nach meinem Bauchgefühl, und mein Bauch sagt mir, dass jetzt der Mario etwas braucht", erklärte er. Der Angreifer könne von "seinem Talent und seinen Fähigkeiten her mehr leisten", als der 27-Jährige das in der vergangenen Saison getan habe, urteilte Hoeneß.
Hoeneß: Gomez kann 40 Saisontore schießen
"Wir sprechen oft miteinander, aber manchmal ist der Weg, den ich jetzt gehe, die letzte Möglichkeit", erklärte Hoeneß nun. "Mario ist ein Spieler, der in der Bundesliga 40 Tore in einer Saison schießen kann wie Gerd Müller", äußerte er. In der abgelaufenen Spielzeit hatte es Gomez in der Eliteliga auf 26 Treffer gebracht.
Bayern-Trainer Jupp Heynckes wollte die ganze Diskussion um seinen Torjäger nicht zu hoch bewerten und tat sie als "Unsinn" ab. Im kicker äußerte er leichte Kritik an Hoeneß: "Manchmal gilt das Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold."
Dass Hoeneß sich gerne einmal seine Spieler zur Brust nimmt ist nicht neu. Bereits Bastian Schweinsteiger hat die besonderen Motivationskünste seines Club-Präsidenten am eigenen Leib erfahren. "Dem wurde zu viel Puderzucker in den Hintern geblasen. Den klopfe ich ihm nun wieder raus", versprach damals Hoeneß, Schweinsteiger wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.



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