Pat McQuaid hat im Wahlkampf um eine weitere Amtszeit als Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI mit Unverständnis auf die Kritik der US-Anti-Doping-Behörde USADA reagiert. USADA-Chef Travis Tygart hatte dem Weltverband in der Vorwoche Untätigkeit im Anschluss an den Fall Lance Armstrong vorgeworfen. "Das ist nicht richtig. Nach Armstrong haben wir sehr wohl etwas unternommen. Wir haben nichts zu verbergen", erwiderte McQuaid. Die UCI habe "eine unabhängige Kommision berufen", um mutmaßliche Komplizen aus der Doping-Blütezeit des früheren Superstars aufzuspüren, habe sich jedoch wegen fehlender Unterstützung sowohl seitens der USADA als auch der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zur Auflösung der Kommission gezwungen gefühlt, sagte der 63-jährige Ire. McQuaid hatte ebenfalls in der vergangenen Woche die entscheidende Hürde auf dem Weg zur Wiederwahl genommen. Der umstrittene Funktionär war vom Schweizer Verband Swiss Cycling für die Wahl im September vorgeschlagen worden. Der Vorschlag eines nationalen Verbandes ist Voraussetzung für die Kandidatur.
