Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird nach dpa-Informationen Dopingsünder Tyler Hamilton den Olympiasieg von Athen 2004 offiziell aberkennen. Die IOC-Disziplinarkommission will die Entscheidung an diesem Freitag in London bekanntgeben. Der amerikanische Rad-Star hatte 2004 im Einzelzeitfahren Gold gewonnen, war danach aber positiv auf Blutdoping getestet worden. Der Olympiasieg 2004 wird nachträglich dem Russen Viacheslav Ekimov zugesprochen. Silber geht an den Amerikaner Bobby Julich, Bronze an den Australier Michael Rogers. Durch falsche Lagerung wurde Hamiltons B-Probe zerstört, so dass er seine Goldmedaille zunächst behalten durfte. Im Vorjahr hatte er allerdings Doping zugegeben und seine Goldmedaille zurückgegeben. Die achtjährige Verjährungszeit für die Kontrollen von Athen endet am 29. August.
