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Doch in kaum einer Liga folgt die Auferstehung der gefeuerten Coaches so schnell auf ihren Abschuss wie in Italien. Denn die kuriose, aber trotzdem weit verbreitete Praxis in der Serie A ist, dass Nachfolger der geschassten Coaches häufig ihre gescheiterten Vorgänger werden. Aktuelle Beispiele für dieses Trainer-Recycling: Auf Ballardini folgte der erst vier Monate zuvor in Cagliari entlassene Massimo Ficcadenti, bei Novara wurde der nach dem Saisonfehlstart gefeuerte Aufstiegstrainer Attilio Tesser nach 37 Tagen doch wieder zurückgeholt.
Auf den ersten Blick erscheint das Prozedere widersinning und planlos, hat aber handfeste Gründe. "Das ist in erster Linie ein wirtschaftliches Problem. Wenn man einen Trainer feuert, feuert man ja auch dessen vier oder fünf Assistenten. Die Kosten dafür werden dann schnell unverhältnismäßig. Deshalb holt man dann gerne die ohnehin noch unter Vertrag stehenden Coaches zurück, schließlich sind die und auch ihr Stab bereits bezahlt", erklärte Sienas Sportdirektor Giorgio Perinetti gegenüber ilsussidiario.net.
Da Trainer in der Serie A während einer Saison nicht zwei verschiedene Clubs trainieren dürfen, stehen sie in der Regel noch weiter auf den Gehaltslisten. "Außerdem kennt der zurückkehrende Trainer Spieler und Umfeld bereits", wies Perinetti auf einen weiteren Vorteil der Zurückgeholten hin. Einarbeitungszeit brauche der Neue/Alte nicht. Perinetti ist sich aber trotzdem bewusst, dass dieser Schritt auch Nachteile haben kann. "Für die Spieler ist das natürlich verwirrend, ein Kommen und Gehen der Trainer trägt nicht unbedingt zur Konzentrationssteigerung des Teams bei." Daher favorisiere er für seine Siena in Siena eine größere Geduld mit den Trainern.





