Vor dem WM-Kampf im Super-Mittelgewicht zwischen Robert Stieglitz und Arthur Abraham am Samstag in der Berliner o2 World (ab 22.45 live im sportal.de-Live-Ticker) schlagen beide Boxer eher leise Töne an. Die Promoter und Betreuer sind dagegen voller Adrenalin. Es hatte im Vorfeld Unstimmigkeiten über den Austragungsort des WM-Kampfes gegeben. Eigentlich hätte Stieglitz-Promoter Ulf Steinforth als Titelverteidiger Heimrecht gehabt, letztlich setzte sich aber Kalle Sauerland durch, der Arthur Abraham das Heimrecht in Berlin besorgte. "Selbstverständlich wäre Magdeburg mein Favorit gewesen. Ich hätte meinen vielen Fans hier gerne gezeigt, dass sie einen würdigen Weltmeister in ihren Stadtmauern haben. Aber Berlin ist auch nicht schlecht. Da kann ich Arthur in seiner Wahlheimat besiegen und die Bundeshauptstadt ist ein sehr guter Ort für dieses bedeutende deutsch-deutsche Duell", sagte Stieglitz vor dem Kampf im Interview. Kalle Sauerland spielt den Streit herunter: "Zuletzt ist alles sehr gut verlaufen", versicherte Sauerland laut ARD: "Ich habe heute Morgen sogar mit Ulf Steinforth gefrühstückt", sagte Sauerland und ergäntze: "Mit den Nettigkeiten ist es am Samstagabend vorbei. Dann gibt es Krieg." Steinforth antwortete: "Schon klar, dass vor dem Kampf noch mal in die Trickkiste gegriffen wird. Aber unsere Trickkiste ist größer."
Abraham-Coach: "Samstag gibts vor die Wäsche"
Abraham-Coach Uli Wegner konterte: "Wir brauchen keine Tricks. Samstag gibts vor die Wäsche", so der 70-Jährige. "Meine Empfehlung an SES: Bereitet kein Bankett vor, sonst könnt ihr das wieder abräumen." Noch drastischer drückte sich der Trainer von Robert Stieglitz aus. "Der Boxer Abraham ist einfach völlig überbewertet", sagte Dirk Dzemski abschätzig.
