Die internationale Presse hat überwiegend positiv, aber mit skeptischen Fragen auf die FIFA-Entscheidung zur Torlinientechnologie reagiert. Die spanische Zeitung El Mundo etwa schreibt: "Die Entscheidung der FIFA ist historisch, aber sie greift zu kurz." Nur tropfenweise komme die Technologie im Fußball an. "Was ist mit all den anderen Entscheidungen des Schiedsrichters, die weniger spektakulär sind? Wir sind für menschliche Referees mit all ihren Unzulänglichkeiten", meint As. Auch in der Schweiz sehen die Kommentatoren die Entscheidung durchaus kritisch. Die Neue Zürcher Zeitung urteilt: "Die Regelhüter öffnen der Moderne die Türe und nehmen die Torlinientechnologie auf - der Raum für Spekulationen schließt sich damit nicht." In Italien dagegen feiern die Medien das Votum. "Die Revolution ist gemacht! Es ist eine historische Wende, die so sehr erwartete Entscheidung gegen das Fantasietor ist gefallen", kommentiert der Corriere della Sera. La Repubblica ergänzt: "Schluss mit dem Spuk. Historische FIFA-Öffnung hin zur Technologie." In England blickt die Sun unterdessen direkt auf die heimische Liga: "Premiere League bekommt sehenden Spion." The Independent bezeichnet die Entscheidung als "internationalen Befreiungsschlag". Und der Daily Mirror befindet: "Der Fußball hat letzten Abend endlich das 21. Jahrhundert erreicht, als die FIFA der Torlinientechnologie grünes Licht gab."
