Tim Duncan durfte pausieren, Manu Ginobili fehlte immer noch verletzt - kein Problem für die San Antonio Spurs, sie haben ja Tony Parker. Der zauberte sein zehntes Double-Double in dieser Saison auf das Parkett und führte sein Team zum 98:93-Sieg bei den Atlanta Hawks.
Parkers 23 Punkte und zwölf Assists brachten seinen Coach dazu, in den höchsten Tönen zu schwärmen. "Tony ist einfach unglaublich", strahlte Gregg Popovich laut espn.com. "Was für ein Wettkämpfer, was für ein Siegeswille, was für ein Wille, das Team zu führen und mitzureißen. Und vor allem: das macht er das ganze Jahr über." Kein Wunder also, dass die San Antonio Spurs in der Western Conference derzeit mit 32 Siegen und elf Niederlagen auf dem dritten Platz liegen.
Vor allem in der zweiten Hälfte waren die Spurs auf die Führungsqualitäten des Franzosen angewiesen gewesen. Denn die Hawks, die vor dem Spiel das Saisonaus von Lou Williams wegen eines Kreuzbandrissen hatten verkünden müssen und zunächst überhaupt nicht ins Spiel gefunden hatten, schnupperten noch einmal etwas Morgenluft und rafften sich zu einer kleinen Aufholjagd auf. Der zwischenzeitliche Zwölfpunkte-Vorsprung von San Antonio schmolz zusammen, Rookie John Jenkins gelang im Schlussabschnitt sogar der 72:72-Ausgleich.
Matt Bonner, der insgesamt auf 17 Punkte kam, brachte die Spurs allerdings wieder in Front, wo sie letztlich auch blieben. Vor allem natürlich dank Parker, der im vierten Viertel noch einmal zehn Punkte erzielen konnte. "Ich hatte noch einmal versucht, aggressiv zu sein, mehr zu werfen, allerdings auch Tiago einzusetzen", erklärte Parker laut AP. Das gelang, der angesproche Teamkollege Tiago Splitter profitierte von seinen Assists und kam insgesamt auf 14 eigene Punkte. Sehr zur Freude von Parker, der sichtlich zufrieden resümierte: "Das hat heute doch sehr schön geklappt."
Clippers und Grizzlies siegen
In der Tabelle der Western Conference liegen die Spurs allerdings weiter hinter den Los Angeles Clippers, die mit einem 94:87 gegen Liga-Schlusslicht Washington Wizards ihre eigene Quote auf 32:9-Siege verbesserte. Spielmacher Chris Paul war nach überstandener Knieverletzung mit 22 Punkten bester Werfer der Gastgeber.
In einem spannenden Duell setzten sich die Memphis Grizzlies mit 85:82 nach Verlängerung beim sechsmaligen Meister Chicago Bulls durch. Marc Gasol erzielte19, Zach Randolph 13 Punkte und 19 Rebounds für Memphis, das mit 26:13-Siegen im Westen nun Vierter ist, Chicago (23:16) rangiert im Osten derweil auf Platz fünf.
