Trotz der bitteren Niederlage bei den US Open gegen Ernests Gulbis will Tommy Haas seine Karriere im kommenden Jahr fortsetzen. Weiter ist hingegen Philipp Kohlschreiber, der sich gegen Michael Llodra aus Frankreich in vier Sätzen durchsetzte.
Es sah so gut aus für Tommy Haas, der bei seiner 15. Teilnahme zunächst wie der sichere Sieger im Match gegen den Letten Ernests Gulbis ausgesehen hatte. Bei seinem Lieblingsturnier lag Haas bereits mit 2:0-Sätzen in Führung, musste sich aber schließlich in fünf Sätzen - 6:3, 6:4, 4:6, 5:7, 3:6 - geschlagen geben und eine Erstrundenniederlage bei den US Open hinnehmen.
"Die Niederlage tut weh, ist enttäuschend und frustrierend. Aber insgesamt gibt mir dieses Jahr Zuversicht, meine Karriere fortzusetzen", sagte der 21. der Tennis-Weltrangliste. Erstmals seit drei Jahren war Tommy Haas bei einem Grand Slam Turnier gesetzt gewesen, die Ansprüche schienen damit auch gewachsen.
"Jetzt muss ich daheim erst einmal runterfahren. Für die nächsten Tage werde ich in einer beschissenen Stimmung sein. Dieser Sport kann brutal sein", beschloss er den Tag, nachdem er die bittere Niederlage im Interview-Raum 1 nochmals vor spärlichem Publikum - im schwarzen Trainingsanzug gekleidet - Revue passieren ließ.
Tommy Haas scheidet aus - Philipp Kohlschreiber steht in Runde zwei
Dennoch blickte Haas nach einem kurzen Moment schon wieder in die Zukunft und möchte auch 2013 nochmals die Luft der US Open in sich aufsaugen. "Ich liebe dieses Spiel. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr nochmal hierher zurückkomme", erklärte der 34-Jährige, der in dieser Saison bereits das Turnier in Halle gewonnen hatte, zudem die Finals in Hamburg und Washington erreichte.
Weiter ist hingegen Philipp Kohlschreiber, der seine Auftaktpartie klar mit 7:6, 4:6, 7:6, 6:1 gegen den Franzosen Michael Llodra gewann und die zweite Runde der mit 25,5 Millionen Dollar dotierten US Open in New York erreichte.
Im vergangenen Jahr hatte Kohlschreiber sich noch in Runde eins verabschieden müssen, nun agierte er wesentlich konzentrierter und nutzte beim Sieg in 2:44 Stunden fünf von sechs Breakchancen. Kohlschreiber trifft in der zweiten Runde nun auf den Franzosen Benoit Paire.
