Mit einem Auftritt bei Stefan Raab hatte sich Tommy Haas auf seinen Achtelfinal-Auftritt beim Power Horse Cup in Düsseldorf vorbereitet, mit einem Dreisatzsieg bei tristem Wetter und ebensolcher Kulisse zog er in die nächste Runde des Turniers ein.
Bei Stefan Raab stöhnte Tommy Haas um die Wette, in Düsseldorf kämpfte sich Deutschlands bester Tennisspieler ins Viertelfinale: Nach dem Auftritt in Raabs Klamauk-Show TV Total fehlten beim ATP-Turnier im Rochusclub Glamour und Scheinwerferlicht, dennoch setzte sich Haas in seinem Auftaktmatch 3:6, 6:4, 7:5 gegen den Kroaten Ivan Dodig durch.
Die Vorbereitung, das Wetter und das Zuschauerinteresse: Alles hätte besser sein können beim Power Horse Cup, doch scheint es derzeit wenig zu geben, was Tommy Haas von seinem Weg abweichen lässt. Der Ausflug ins Fernsehstudio nach Köln-Mülheim mit einer Runde Mini-Tischtennis und inhaltsleeren Gesprächen stoppte den Weltranglisten-14. ebensowenig wie Temperaturen von 13 Grad und die vergleichsweise sparsame Unterstützung der Fans.
Haas verschläft den Start
Dabei brauchte Haas eine halbe Stunde, ehe er ins Spiel fand. Dreimal gab er im ersten Durchgang seinen Aufschlag ab. Dodig dominierte, Haas haderte. Auch im zweiten Satz ließ Haas sein variables Spiel allzu oft im Stich, etliche Fehler unterliefen dem Routinier. Die Partie blieb ausgeglichen, ehe Haas das erste Break im dritten Durchgang zum 6:5 gelang. Nach 1:59 Stunden verwandelte er vor den Augen seines Vaters Peter seinen ersten Matchball.
Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr bezwang Haas seinen Kontrahenten Dodig. Zuletzt hatte der 35-Jährige den Weltranglisten-50. auf dem Weg zu seinem 14. Turniersieg in München geschlagen. Im Viertelfinale in Düsseldorf trifft Haas nun auf Jarkko Nieminen (Finnland).
Kamke ebenfalls weiter
Weit weniger im Fokus, jedoch umso eindeutiger gestaltete Tobias Kamke sein Achtelfinale gegen Lucky Loser Aljaz Bedene aus Slowenien. Einen Tag nach seinem 27. Geburtstag gewann der Weltranglisten-77. aus Lübeck sein Match nach nur 63 Minuten 6:1, 6:4 und trifft nun auf den an Position drei gesetzten Juan Monaco aus Argentinien. Zuletzt waren beide bei Kamkes Davis-Cup-Debüt in Buenos Aires Anfang Februar aufeinandergetroffen. Damals setzte sich Monaco in zwei Sätzen durch. "In Argentinien waren es ja fast 40 Grad, vielleicht kann ich die Temperaturen zu meinem Heimvorteil nutzen", sagte Kamke.
Überraschend schied dagegen der topgesetzte Janko Tipsarevic im Achtelfinale aus. Der Weltranglistenzehnte aus Serbien unterlag dem argentinischen Qualifikanten Guido Pella 6:7 (1:7), 1:6 und darf sich bereits auf den Weg nach Paris machen, wo am Sonntag das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt. "Ich spiele derzeit das schlechteste Tennis der letzten drei Jahre", klagte Tipsarevic: "Ich mache mir daher wirklich Sorgen um die French Open." Pella trifft in seinem Viertelfinale am Donnerstag auf Tipsarevics Landsmann Viktor Troicki.
