Die dritte Runde des DHB-Pokals unterstrich eine alte Sportlerweisheit: Während der THW Kiel am Ende in Leipzig einen Kantersieg feierte, musste einen Tag nach den Füchsen Berlin sieben weitere Bundesligisten die Segel streichen.
Mit einem Pflichtsieg ist der THW Kiel ins Achtelfinale des DHB-Pokals eingezogen. Der Champions-League-Gewinner feierte in der dritten Runde beim Zweitligisten SC DHfK Leipzig einen 43:27 (23:15)-Kantersieg.
In der mit 5700 Zuschauern ausverkauften Arena Leipzig warf für Kiel Gudjon Valur Sigurdsson sieben Tore. Aufseiten der Leipziger traf Pavel Prokopec (8/4) am besten. Gegen den THW spielten die Leipziger zunächst frech mit. In der Anfangsphase führte der Zweitligist sogar mit 4:2 (6.). Vom 5:5 (8.) über 8:10 (14.) bis hin zum 12:15 (21.) hielt der SC DHfK weitgehend mit.
Allerdings zeigten die Kieler in der Folge immer wieder ihre individuelle Klasse und setzten sich bis zur Pause auf 23:15 ab. Im zweiten Durchgang nutzte der deutsche Meister und Pokalverteidiger die sich häufenden Unkonzentriertheiten der Sachsen und zog auf 38:26 (55.) davon.
Ebenso sicher erreichte die SG Flensburg-Handewitt durch einen 42:31 (25:15)-Sieg die nächste Runde. Die in der Bundesliga verlustpunktfreien Rhein-Neckar Löwen setzten sich beim VfL Gummersbach mit 32:25 (16:10) durch.
Acht Handball-Bundesligisten raus
Dagegen mussten einen Tag nach den Füchsen Berlin weitere sieben Bundesligisten die Segel streichen. Beim TV Großwallstadt fand die Krise auch im Pokal ihre Fortsetzung. Der Bundesliga-Vorletzte verlor unterwartet klar beim Zweitligisten ThSV Eisenach mit 20:27 (13:14). Das überraschende Pokal-Aus ereilte auch die HSG Wetzlar. Der Bundesliga-Fünfte verlor beim VfL Bad Schwartau mit 30:33 (12:14). Aufsteiger TV Neuhausen schied durch eine blamable 20:33 (9:20)-Pleite beim TV Emsdetten aus.
Der TBV Lemgo zog vor heimischer Kulisse mit 31:33 (13:17) gegen den TSV Hannover-Burgdorf den Kürzeren. Überragender Mann auf dem Parkett war Lemgos ehemaliger Rückraumspieler Mait Patrail, der für Hannover 13 Tore warf. Bundesliga-Neuling TuSEM Essen verlor bei Mitaufsteiger GWD Minden mit 23:27 (10:12).
Zum Abschluss der dritten Runde lieferten sich Frisch Auf Göppingen und der SC Magdeburg das längste Duell. In der Göppinger EWS Arena setzte sich Magdeburg mit 37:35 (33:33, 19:16) durch. Nationalspieler Andreas Rojewski warf 17 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer.
Die Partien des Achtelfinales werden am Samstag am Rande des Bundesliga-Topspiels HSV Hamburg gegen den THW Kiel durch Diskus-Olympiasieger Robert Harting ausgelost. Angesetzt sind die Spiele für den 12. Dezember.



Kommentar schreiben











