Fan-Vertreter haben vor dem Fußball-Sicherheitsgipfel am heutigen Dienstag vor überstürzten Entscheidungen gewarnt. Ein Signal wäre es indes, "dass man ab sofort intensiv mit den Fans über die Zukunft von Fankultur reden möchte" und nicht über sie hinweg entscheide oder gar gegen sie, sagte Thomas Beckmann von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte der Nachrichtenagentur dpa. Vielmehr sollte nach dem Treffen der 54 Vereins-Vertreter mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) klar sein, dass der Dialog mit den Fans gesucht werde. René Lau von der Arbeitsgemeinschaft Fananwälte erwartet vor allem Transparenz. "Nicht nur einschlägige Parolen in die Fernsehkameras", forderte er im Gespräch mit der dpa. Man müsse mitteilen, wer was gesagt und eingebracht habe und dürfe nicht ohne die Fans Beschlüsse fassen. "Man kann sich auf so einem Gipfel auch ohne die Fans austauschen, aber dann sollte man diesen Austausch transparent machen und vielleicht in einem weiteren Gipfel über diese Problematik mit den Fans reden." Bei dem Treffen soll über Konsequenzen aus den Ausschreitungen der vergangenen Saison beraten werden.
