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Live-Ticker Tennis French Open, 3. Runde, Saison 2017

French Open - 3. Runde

Paris, Frankreich28.05.2017 - 11.06.2017
D. Thiem
[6]
Match beendet
 
S. Johnson
[25]
D. Thiem
S. Johnson
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
6
77
6
1
64
3
Court 1 | 3. Runde
Spielzeit: 02:03 h
Letzte Aktualisierung: 23:08:06
Thiem
Johnson
Ticker-Kommentator: Oliver Stein
Ende
 
Das war's nun aber für heute aus Roland Garros! Wir freuen uns, dass wir den Regen vermeiden konnten, bedanken uns für ihre Aufmerksamkeit und hoffen, Sie schon bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen - Oliver Stein sagt nun auf jeden Fall Tschüss oder eben Au revoir a Paris!
Ausblick
 
Während Steve Johnson nun also quality time mit der Familie genießen darf, geht es für Dominic Thiem schon am Sonntag weiter. Und das überraschenderweise nicht gegen den an Nummer zehn gesetzten Belgeir David Goffin - der musste sein Match gegen Horacio Zeballos (ARG) beim Stand von 5:4 im ersten Satz nämlich wegen einer Knöchelverletzung aufgeben.
Statistik
 
Große Freude dürften Thiem und sein Coach Günther Bresnik vor allem an einer Statistik haben: Denn aufgrund von 87 Prozent gewonnener erster Aufschläge musste sich Thiem um seine eigenen Aufschlagspiele heute keine große Sorgen machen (nur ein Break gegen sich). Wobei natürlich auch die 44 Winner (Johnson: 20) des Österreicher beeindrucken daherkommen - wie eigentlich sein komplettes Statsheet.
Fazit
 
Auch, wenn das Scoreboard am Ende einen Tiebreak ausweist: Insgesamt war das hier eine deutliche, von Dominic Thiem extrem souverän zu Ende gespielte Angelegenheit. Und während der Österreicher seinen großen Sportsgeist zeigt und Johnson am Netz noch mehr als ein paar warme Worte mit auf den Weg gibt, dürfen wir bilanzieren: Der Weg zu Titel hier in Paris führt wohl nur über den formstarken Österreicher.
6:1, 7:6, 6:3
Und das war's dann: Mit einem wunderbaren Rückhandvolley sichert sich Thiem den dritten Satz und zieht damit in das Achtelfinale von Roland Garros ein!
6:1, 7:6, 5:3
 
Johnson kann Thiem zwar nochmal passieren, doch der Österreicher kontert das sofort mit dem Ass zum 40:15 und zwei Matchbällen.
6:1, 7:6, 5:3
 
Das 15:0 erzwingt der Österreicher über Johnsons Vorhand, das 30:0 erspielt er sich dann mit einem gefühlvollen Vorhandstopp. Es riecht nach einem schnellen Ende!
6:1, 7:6, 5:3
 
... aber seinen zweiten Spielball nimmt Johnson dann mit einem Servicewinner mit. 5:3 - Thiem ist nun also sert pour le match!
6:1, 7:6, 5:2
 
Bei 40:15 fasst Thiem dann aber den Entschluss, sich hier doch nochmal um das Break zu bemühen. Spielball eins wehrt der Österreicher mit dem nächsten Vorhandwinner ab ...
6:1, 7:6, 5:2
 
Das passiert auch einem Thiem mal: Ein Netzroller will nicht anständig fallen, anschließend gibt es die Rahmenrückhand zum 30:15 für Steve Johnson.
6:1, 7:6, 5:2
 
Und um nochmal auf die Qualität im Spiel von Dominic Thiem hinzuweisen: Der Österreicher steht mittlerweile bei 40 (!) direkten Winnern (Johnson: 18)
6:1, 7:6, 5:2
 
Klare Sache, mit dem zweiten Ass in Serie stellt Thiem auf 5:2. Und damit sieht's für Johnson jetzt natürlich düster aus.
6:1, 7:6, 4:2
 
Zumal es mit dem vierten Break in Serie wohl eher nichts wird: Thiem kann umgehend zum 40:0 vorlegen.
6:1, 7:6, 4:2
 
Zack, da ist es auch schon passiert: Der nächste starke Vorhandball von Thiem bringt dem Österreicher das Break zum 4:2. Und zum allerersten mal heute lässt sich Johnson anmerken, wie sehr ihn das nervt.
6:1, 7:6, 3:2
 
Und tatsächlich erspielt sich Thiem anschließend mit einem wunderbaren Passierball über Johnsons Vorhand zwei Chancen auf das nächste Break!
6:1, 7:6, 3:2
 
Wollen wir doch mal schauen, ob Thiem hier gleich das dritte Break in Serie auflegen kann. Bis zum 15:30 sieht zumindest viel danach aus ...
6:1, 7:6, 3:2
 
Die erste Breakchance kann Thiem noch abwehren, die zweite nutzt Johnson dann aber mit einem schönen Vorhandwinner Inside-In und sichert sich das sofortige Re-Break!
6:1, 7:6, 3:1
 
Ein bisschen überraschend ist das schon, aber Johnson und das Publikum freut es: Thiems zu lange Vorhand aus dem Rutschen heraus beschert dem Amerikaner zwei Breakbälle.
6:1, 7:6, 3:1
 
Falls Johnson einen ''Hallo Wach''-Moment benötigt hat, dann war das das Aufschlagspiel eben. Der Amerikaner returniert plötzlich proaktiv, erzwingt zwei Fehler bei Thiem und kann auf 15:30 stellen.
6:1, 7:6, 3:1
 
Man mag es kaum glauben: Diese Breakchance nutzt Thiem dann auch endlich mal! Johnson muss über den Zweiten kommen, Thiem returniert lang - und fordert den Vorhandfehler von Johnson heraus. 3:1 für den Österreicher, der selber heute ja noch kein Break hinnehmen musste.
6:1, 7:6, 2:1
 
Auch Breakball Nummer 14 kann Thiem anschließend nicht nutzen-. aber es folgt ja umgehend Versuch 15, weil Johnson mal wieder ein Stopp misslingt.
6:1, 7:6, 2:1
 
Sie kennen das ja schon: Natürlich wehrt Steve Johnson auch diese beiden Breakchancen mit guten ersten Aufschlägen ab. Der amerikanische Entfesselungskünstler hat damit 11 von Thiems 13 Breakmöglichkeiten zunichte gemacht.
6:1, 7:6, 2:1
 
Jetzt geht es hier plötzlich alles ganz flott. Gepaart mit zwei Fehlern von Johnson bedeutet Thiems nächster Rückhandwinner das 15:40 - und die nächsten zwei Breakchancen!
6:1, 7:6, 2:1
 
Beim zu Null bleibt es dann auch, Innerhalb von nur 84 Sekunden stellt Thiem auf 2:1.
6:1, 7:6, 1:1
 
Wie gewohnt hat Thiem weniger Mühe mit seinem Aufschlagspiel. Zwei Fehler von Johnson an der Grundlinie und ein Rückhandwinner die Linie entlang bringen dem Österreicher schnell das 40:0.
6:1, 7:6, 1:1
 
Das ist hochverdient: Nach der Abwehr von insgesamt vier Breakmöglichkeiten schnappt sich Johnson sein Aufschlagspiel doch noch und gleicht zum wichtigen 1:1 aus. Alles in der Reihe in Satz drei!
6:1, 7:6, 1:0
 
Denn - Sie ahnen es schon - Thiem kann diese dritte Breakchance in diesem Spiel natürlich auch nicht nutzen, obwohl er einen Stopp von Johnson toll erläuft - aber der Amerikaner zeigt am Netz ungeahnte Reaktionsqualitäten und spielt den Volley zum Einstand ins Feld.
6:1, 7:6, 1:0
 
Und kann auch die nicht nutzen, weil Johnson natürlich mal wieder einen Aufschlagwinner in petto hält. Was anschließend - natürlich?- wieder zu einem Breakball für Thiem führt. Schnelle Aufschlagspiele sind hier heute wirklich ein sehr seltenes Erlebnis.
6:1, 7:6, 1:0
 
Das sah schon fast nach Air Jordan aus: Wer die Geste kennt kann sich vorstellen, wie breitbeinig Johnson da abgesprungen war, um die Vorhand aus dem Halbfeld zum Einstand ins Feld zu hämmern. Was Thiem aber überhaupt nicht interessiert - stattdessen erspielt er sich über Johnsons Rückhand gleich die nächste Breakchance.
6:1, 7:6, 1:0
 
Diese Vorhand aus der Rückhandecke ... dagegen gibt es einfach wenig Mittel. Denkt sich auch Johnson zum x-ten Mal und muss sich der nächsten Breakchance erwehren.
6:1, 7:6, 1:0
 
Dummerweise leistet sich Johnson anschließend aber den nun schon 25. Unforced Error mit der Vorhand und muss den Einstand hinnehmen. Und natürlich wittert Thiem da mal wieder eine Chance ...
6:1, 7:6, 1:0
 
Stark von Johnson, der am Netz mit einem schönen Rückhandvolley verkürzt, um anschließend mit einem Servicewinner und einer perfekt platzierten Vorhand longline auf 40:30 zu stellen.
6:1, 7:6, 1:0
 
Und jetzt muss sich Johnson natürlich in Acht nehmen. Denn zwei leichte Vorhandfehler des Amerikaners stellen ihn bei 0:30 mit dem Rücken zur Wand ...
6:1, 7:6, 1:0
 
Zu Null tütet Thiem sein Aufschlagspiel dann auch ein und legt zum 1:0 vor.
6:1, 7:6, 0:0
 
Zu Beginn des dritten Durchgangs will Thiem offenbar gleich klare Verhältnisse schaffen. ein eigenen Vorhandwinner und zwei auf Johnsons schwächerer Rückhand erzwungene Fehler bringen ihm schnell drei Spielbälle.
Zwischenfazit
 
Schön zu sehen, dass Steve Johnson hier mitten im Match angekommen ist - nach dem doch eher mageren ersten Durchgang zeigte der Amerikaner im zweiten Satz viel mehr von seinem Können und hatte Thiem mit zwei eigenen Satzbällen schon am Rande des Satzausgleichs. Aber auch das zeichnet den jungen Österreicher eben aus: Thiem verlor zu keinem Zeitpunkt die Ruhe, rettete sich in den Tiebreak und zog das Tempo da perfekt getimed an, um sich auch den zweiten Satz zu sichern.
6:1, 7:6
Mit einer Vorhandpeitsche, die longline genau auf der Grundlinie landet, macht Thiem den Sack zu und sichert sich nach 89 Minuten Gesamtspielzeit den zweiten Durchgang mit einem 7:4 im Tiebreak!
6:1, 6:6
 
Kein Problem für Thiem: Der Vorhandwinner cross gegen Johnsons Laufrichtung bringt das 6:4 und somit zwei Satzbälle.
6:1, 6:6
 
Da wollte Thiem zu viel, sein Vorhandschuss aus dem Halbfeld segelt cross geschlagen knapp in den Korridor und beschert Johnson das 3:5 aus seiner Sicht. Und auch zum 4.5 kann der Amerikaner dann mit eigenem Aufschlag punkten.
6:1, 6:6
 
Nach einem Vorhandwinner zum 4:2 werden die Seiten gewechselt - damit Thiem vom anderen Ende aus den Servicewinner zum 5:2 ins Feld legen kann. Und Steve Johnson schwimmen die Felle davon!
6:1, 6:6
 
Den Punkt macht Thiem am Ende mit dem feinen Volleystopp, vorbereitet hatte er das Ganze aber mit einer irren Vorhand longline aus der Rückhandecke - dieser Schlag ist auf Sand einer der gefährlichsten auf der gesamten Tour. Nächstes Minibreak und 3:2 für den Österreicher!
6:1, 6:6
 
Viel besser macht der folgende Kickaufschlag des Österreichers zum 1:2 die Situation dann auch nicht. Aber mit viel Druck auf Johnsons Rückhand kann sich Thiem das Minibreak dann doch schnell zurückholen. 2:2!
6:1, 6:6
 
Thiem leistet sich bei seinem ersten Aufschlag aber eine Rückhandfehler und muss das Minibreak zum 0:2 hinnehmen.
6:1, 6:6
 
Johnson legt bei eigenem Aufschlag erwartungsgemäß zum 1:0 vor.
6:1, 6:6
 
Keine 90 Sekunden hat es gedauert, da gehen wir also in den Satz-entscheidenden Kurzsatz!
6:1, 5:6
 
Thiem will kurzen Prozess machen und schnell in den Tiebreak gehen: Bei 40:0 fehlt noch ein Punkt.
6:1, 5:6
 
Spielball Nummer sechs ist dann auch der magische: Mit einem Aufschlaghammer durch die Mitte sichert sich Steve Johnson das Spiel und somit die 6:5-Führung.
6:1, 5:5
 
Auch seine nächsten beiden Spielbälle kann Johnson nicht nutzen. Das Aufschlagspiel dauert nun schon neun Minuten - und wir stehen beim fünften Einstand.
6:1, 5:5
 
Erneut kann Johnson den Kopf mit einem Servicewinner zum Einstand aus der Schlinge ziehen - und die Zuschauer freut, dass die Partie hier doch noch richtig spannend geworden ist.
6:1, 5:5
 
Aber auch Johnson kann seinen ersten Spielball in diesem Aufschlagspiel nicht nutzen, sodass beide wieder bei Einstand landen. Und das nutzt Thiem dann seinerseits, um auf Vorteil und Breakball Nummer zwei zu stellen.
6:1, 5:5
 
Offenbar schon, denn ein Rückhandfehler des Amerikaners bringt Thiem seinerseits den ersten Breakball ... den der Österreicher aber umgehend verspielt.
6:1, 5:5
 
... und kann in der Folge sogar zum 30:30 ausgleichen. Ob Johnson jetzt das Handgelenk wackelt?
6:1, 5:5
 
Glück für Johnson, der da per Netzroller zum 15:0 kommt und anschließend mit einem guten Ersten zum 30:0 nachlegen kann. Dann mischt sich Thiem mit einem genialen Rückhandstopp aber auch wieder in das Aufschlagspiel ein ...
6:1, 5:5
 
Einmal tief durchatmen in der Box von Dominic Thiem: Mit der Vorhand Inside-Out stellt der Wiener auf Vorteil, mit einem weiteren guten ersten Aufschlag nimmt er den dann mit und gleicht zum 5:5 aus. Satz zwei geht in die Verlängerung!
6:1, 4:5
 
Nervenstark von Thiem, der den ersten Satzball im Grundlinienduell über Johnsons Vorhand abwehrt und den zweiten per Servicewinner aus der Welt schafft. Einstand!
6:1, 4:5
 
Und nicht nur das: Nach dem folgenden Doppelfehler des Österreichers hat Johnson doch tatsächlich zwei Break- beziehungsweise Satzbälle!
6:1, 4:5
 
Oho, da geht ein Raunen durch das Publikum: Thiem versemmelt gleich zwei Vorhandbälle und sieht sich dem 15:30 gegenüber!
Wetter
 
Die Farbe des Himmels hat mit Grau übrigens nicht mehr viel gemeinsam: Mittlerweile hängt das Spektrum irgendwo zwischen dunkelblau, lila und schwarz. Aber immerhin regnet es noch nicht ...
6:1, 4:5
 
Und jetzt ist es Thiem, der über verschenkte Chancen nachdenken müsste: Den Smash aus dem rechten Halbfeld drischt er links neben das Spielfeld und schenkt Johnson so den Punkt zum 5:4. Und schon steht der Österreicher hier zum ersten Mal selbst ein bisschen unter Druck!
6:1, 4:4
 
Der Amerikaner hat die Ruhe aber weg und packt in der Bedrängnis gleich den nächsten Servicewinner aus. Ein weiterer guter Erster sorgt dann sogar für Vorteil Johnson.
6:1, 4:4
 
Diese erste Breakchance wehrt Johnson zwar per Aufschlagwinner ab, aber Thiem rückt anschließend ans Netz vor und punktet mit dem Rückhandvolleystopp zum erneuten Vorteil. Und auch das war mal wieder traumhaft gespielt.
6:1, 4:4
 
Während Johnson noch über verschenkte Chancen nachdenkt, kann sich Thiem mit Druck auf die Rückhand des Amerikaners eine Breakchance erspielen. Das wäre aus Sicht von Johnson natürlich ein ganz bitterer Moment ...
6:1, 4:4
 
Johnson kann ähnlich schnell für Spielbälle sorgen. Dann geht beim Amerikaner aber alles schief - ein Doppelfehler und ein leichter, aber ins Netz gedrückter Vorhandvolley bringen Thiem den Einstand.
6:1, 4:4
 
... und gleich in der Folge dann auch zum 4:4 aus., Das Ganze hat übrigens nur 89 Sekunden gedauert.
6:1, 3:4
 
Was wir während des Blicks nach oben verpasst haben? Nur, wie Thiem mal wieder eins seiner Aufschlagspiele im Eiltempo absolviert. Nach seinem sechsten Ass landet er bei 40:0 ...
Wetter
 
In einem Horrorfilm hieße es: ''Nicht die Tür aufmachen!''. Hier in Roland Garros heißt es eben: ''Nicht nach oben schauen!''. Denn die grauen Wolken versprechen ihren ganz eigenen Horror ...
6:1, 3:4
 
Was für ein Ballwechsel von Steve Johnson! Der Amerikaner läuft jede des Platzes gefühlt drei mal ab, fightet um jeden Ball und kann Thiem am Ende mit einem Rückhandslice (!) gegen die Laufrichtung ausspielen. Taktisch und spielerisch war das grandios vom Amerikaner, der damit zum 4:3 vorlegt.
6:1, 3:3
 
Aber an die ersehnte Breakchance kommt Thiem auch diesmal nicht, sein Passierball mit der Vorhand cross aus vollem Lauf segelt noch neben den Korridor. Vorteil Johnson, die dritte!
6:1, 3:3
 
Weiter geht das Wechselspiel: Thiem gleicht mit einem Stopp zum Einstand aus, Johnson legt per Smash am Netz wieder vor. Was Thiem dann wieder mit einem guten Return zum erneuten Einstand kontert.
6:1, 3:3
 
Und wen wundert's: Natürlich legt Johnson dann mit einer ganz krummen Vorhand wieder vor und hat bei 40:30 einen Spielball.
6:1, 3:3
 
Wieder kann Johnson vorlegen (per Ass), wieder kann Thiem sich per erlaufenem Stopp und anschließendem Vorhandschuss den Punkt zum 30:30 sichern.
6:1, 3:3
 
Ohlala! Im Stoppduell behält Johnson die bessere Übersicht und manövriert Thiem zum 15:0 aus. Aber der kontert natürlich umgehend mit der Rückhand longline zum 15:15.
6:1, 3:3
 
... und anschließend mit einem guten Zweiten auf Johnsons Rückhand zum Spielgewinn beziehungsweise dem 3:3.
6:1, 2:3
 
Thiem agiert gänzlich unbeeindruckt und serviert sich schnell zum 30.0. Am Netz geht es dann sogar zum 40:0 ...
Wetter
 
Das sieht gar nicht gut aus. Was sich nicht auf das Geschehen auf dem Platz bezieht, sondern auf das darüber - der Himmel über Roland Garros hat sich nämlich zugezogen und man hört den ersten vereinzelten Donner ...
6:1, 2:3
 
Nicht schlecht, wie sich Johnson da mit drei Punkten (ganz ohne Servicewinner!) in Serie aus der Bredouille befreit und zum 3:2 vorlegt. Und plötzlich scheint es, als müsse Thiem hier heute doch noch ein bisschen arbeiten.
6:1, 2:2
 
Gut, dass Johnson wenigstens im Volleyduell die Oberhand behält. Ein anschließender Netzangriff führt dann schon zum 30:30.
6:1, 2:2
 
Auf Grundlinienduelle mit dem Österreicher sollte sich Johnson aber nach wie vor nicht einlassen. Zwei erzwungene Fehler bescheren Thiem schnell das 0:30...
6:1, 2:2
 
Johnson findet immer mehr zu seinem Sandplatzrhythmus, aber Thiem behält trotz aller Mühen des Amerikaners die Oberhand und stellt auf 2:2. Und trotzdem dürfte Johnson Mut machen, dass er mittlerweile viel besser mitspielt als noch im ersten Durchgang.
6:1, 1:2
 
Und dann geht es wieder ganz schnell: Ein Netzangriff, auf den Johnson keine Antwort hat, und eine starke Vorhand cross bringen Thiem bei 40:15 zwei Spielbälle.
6:1, 1:2
 
Nanu? Zum ersten Mal heute kann Johnson mit einem guten Return auf 0:15 stellen. Aber Thiem revanchiert sich umgehend mit einem Ass.
6:1, 1:2
 
Kein Problem für Johnson, der von der Grundlinie zum 40:15 vorlegt und das Spiel dann mit einem Aufschlagwinner durch die Mitte beendet. Und damit hat der Amerikaner in Satz zwei schon doppelt so viele Spiele gewonnen wie im ersten Durchgang!
6:1, 1:1
 
Getragen davon stellt der Amerikaner schnell auf 30:0 - aber Thiem bleibt ganz cool und punktet als Nächster mit einem Passierball mit der Rückhand longline, der die Grundlinie so eben noch ankratzt.
6:1, 1:1
 
Das Publikum hat verstanden, dass Johnson hier ein wenig Unterstützung nötig hat. Ein relativ banaler Vorhandball des Amerikaners, den Thiem ins Netz semmelt, wird von rauschendem Applaus gefolgt.
6:1, 1:1
 
Johnson will nicht wahrhaben, dass Thiems nächster Aufschlag durch die Mitte ein Ass war. Wie so oft schaut der Amerikaner auf einen anderen Ballabdruck als der Schiedsrichter - der in dem Fall am Ende natürlich die Oberhand behält. 1:1, alles in der Reihe in Satz zwei!
6:1, 0:1
 
Die allerdings nicht lange halten wird. Thiem lässt einem Servicewinner eine Vorhand cross aus der Rückhandecke und eine Inside-Out aus der Platzmitte folgen - bis zum 40:0 hat Johnson den Ball genau zwei Mal berührt.
6:1, 0:1
 
Eine Rückhand ins Netz und ein Rahmenball von Thiem beenden zumindest dieses Spiel auf einer für Johnson positiven Note - er kann nämlich zum ersten Mal heute in Führung gehen.
6:1, 0:0
 
Wichtig für Johnson, dass er die mit einem Ass durch die Mitte abwehren kann. Der erste Aufschlag des Amerikaners MUSS besser werden (nur 53 Prozent ins Feld/50 Prozent gewonnene Punkte) - sonst hat er hier kaum Chancen.
6:1, 0:0
 
Das verzögert sich aber zumindest noch - denn Thiem kann den Rückhandfehler erzwingen und auf Einstand stellen. Beziehungsweise sich hinterher mit einem baugleichen Punkt sogar eine weitere Breakchance erspielen!
6:1, 0:0
 
Aber Johnson behält die Ruhe und kann mit einem Servicewinner zum Spielball vorlegen. Es wäre für den Amerikaner natürlich wichtig, hier gut in den zweiten Satz zu starten ...
6:1, 0:0
 
Jedes mal, wenn Johnson denkt ''Jetzt komm ich ins Spiel'' haut ihm Thiem einen Rückhandwinner um die Ohren. So auch zum schon wieder gefährlichen 30:30 ...
Zwischenfazit
 
Viel sagen muss man zu dieser extrem einseitigen Partie wohl nicht. Wobei es sich lohnt zu betonen, dass Johnson hier nicht unbedingt schlecht spielt (Unforced Errors Johnson/Thiem: 12/11), sondern Thiem phasenweise einfach unfassbar gut. 12:1 Winner, 28:13 Punkte gewonnen und dabei vor allem mehr als die Hälfte der Punkte bei Johnsons Aufschlag geholt - das sind Zahlen, die in der Deutlichkeit zu dem passen, was auf dem Scoreboard steht.
6:1
Nach 24 Minuten hat Teil eines des Spuks dann aber doch ein Ende: Johnsons zu lange Rückhand besiegelt das 6:1 für Dominic Thiem.
5:1
 
Mit seinem zweiten Ass stellt Thiem dann auf 40:0 und drei Satzbälle - vergibt den ersten aber lustigerweise mit einem Doppelfehler. Kann man machen, muss man aber nicht ...
5:1
 
Nach Thiems nächster bärenstarker Vorhand zum 30:0 hat der Österreicher schon elf Winner geschlagen (Johnson: 1). Da kann am Ende eigentlich nichts anderes als der souveräne Satzgewinn stehen.
5:1
 
Thiems Vorhand Inside-Out ist glrich auch wieder extraklasse, Johnson komt nur mit Mühe zum Ballonball - den Thiem dann zum zweiten Break in diesem Satz aus dem Halbfeld abschießt. Und damit heißt es nun: Dominic Thiem, sert pour le set!
4:1
 
Da ist man quasi machtlos: Johnson macht guten Druck auf Thiems Rückhand - die der Österreicher dann einfach mal umläuft, um die Vorhand longline ins Eck zu kleben. Breakball Thiem!
4:1
 
Der Amerikaner kann in der Folge aber wieder ausgleichen, sodass zwei unnötige Fehler hüben wie drüben zum 30:30 führen.
4:1
 
Johnson sollte das mit den Stopps sein lassen. Versuch vier von fünf geht ebenfalls schief und bringt Thiem das 0:15.
4:1
 
Irgendwie erwurstelt sich Johnson bei Aufschlag Thiem immer diesen einen Punkt, der das zu Null verhindert. Wobei das auch das Einzige ist, was Johnson in diesen Moment verhindern kann - auch auf dem Weg zum 4:1 gibt sich Thiem nämlich wieder mal keine Blöße.
3:1
 
Einen Netzangriff und einen Servicewinner später hat Johnson sein Aufschlagspiel dann aber doch gewonnen und den Bagel verhindert. Aber bei 3:1 sind bei Thiem nach wie vor wenig Schwächen zu erkennen.
3:0
 
Aber Thiem ist weiterhin hellwach. Von weit hinter der Grundlinie erläuft er einen Stopp von Johnson und passiert den Amerikaner dann mit einem Volley - Einstand!
3:0
 
Zunächst nicht wirklich gut, eine zu lange Vorhand beschert Thiem das 30:30. Dann returniert der Österreicher aber auch mal wieder zu lang und sieht sich Johnsons erstem Spielball gegenüber.
3:0
 
Von drei Rückhandbällen von Thiem sitzt in diesem Fall nur einer. So ein 30:15 ist Johnson noch gar nicht gewohnt ... mal sehen, wie er damit umgeht.
3:0
 
Per Servicewinner bestätigt Dominic Thiem das frühe Break und legt zum 3:0 vor. Das nennt man dann einen Start nach Maß! Wobei der Österreicher eventuell auch einfach nur gehört hat, dass Rafa Nadal auf Chatrier ein Feuerwerk abbrennt - und es ihm schlicht gleichtun will ...
2:0
 
Johnson kann in der Folge immerhin mal auf 30:30 stellen, aber Thiem marschiert als Reaktion darauf kurzerhand ans Netz und volleyiert sich zum 40:30. Wie gesagt: Der Wiener hat alle Waffen im Arsenal und kann sie mittlerweile auch dosiert einsetzen.
2:0
 
Jetzt beginnt Thiem auch noch, gut aufzuschlagen. Zwei Returns von Johnson landen jedenfalls jenseits der Seitenlinie und kaschieren den einen Fehler, der sich bei Thiem wieder eingeschlichen hat.
2:0
 
Wieder returniert Thiem richtig gut, wieder wird Johnson so zum Fehler gezwungen - und schon hat der Österreicher hier nach vier MInuten ein Break vor.
1:0
 
Das ist einfach nur wahnsinnig gut! Erst erzwingt Thiem Johnsons Rückhandfehler, dann spielt der Amerikaner aus der Bedrängnis eine Vorhand ins Netz - und Thiem hat die ersten zwei Breakchancen.
1:0
 
Bei eigenem Aufschlag versucht es Johnson mit einem Stopp, den Thiem aber locker erläuft und ihm mit der Rückhand cross um die Ohren haut. Doch dann macht auch der Österreicher mal einen richtig unnötigen Fehler - mit der Vorhand aus dem Halbfeld, die in den Korridor segelt.
1:0
 
Drei Winner gleich im ersten Aufschlagspiel, das sieht richtig gut aus: Und Johnson macht schon nach sage und schreibe zwei Minuten einen ratlosen Eindruck.
0:0
 
In einen Ballwechsel kann sich Johnson einmischen und Thiem zum Fehler verleiten. Abgesehen davon erspielt sich der Österreicher mit einer Demonstration wie aus dem Lehrbuch das 40:15.
0:0
 
Los geht's - Dominic Thiem beginnt die Partie standesgemäß mit einem Ass.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller auch schon. Steve Johnson betritt den Court gefolgt von Dominic Thiem als Erster, erhält freundlichen Applaus und beginnt, sich auf seinem Stuhl einzurichten. Gleich folgen das Foto am Netz, der Münzwurf zur Bestimmung des ersten Aufschlägers und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es auch schon losgehen!
Verspätung II
 
Tatsächlich findet die Partie der beiden gesetzten Herren ein überraschendes, aber trotzdem kurzes und schmerzloses Ende: Die Nummer 20, Carreno Busta, setzt sich gegen die Nummer 11, Dimitrov, durch und zieht ins Achtelfinale ein.
Verspätung
 
Lange dürfte unsere Wartezeit übrigens nicht mehr dauern, denn Pablo Carreno Busta (ESP) hat gegen Grigor Dimitrov (BUL) nach dem Gewinn der Sätze eins und zwei nun auch im dritten Durchgang ein Break vor.
French Open
 
Womit wir dann auch schon bei den Fakten zum Turnier an sich angekommen wären. Das Tournoi de Roland Garros, wie die French Open offiziell heißen, finden seit 1891 jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Anfang Juni im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement in Paris statt. Dabei sind die French Open das einzige Sandplatzturnier der Grand-Slam-Serie und spielen keine Tiebreaks im Entscheidungssatz, was regelmäßig zu den längsten Matches auf der Tour führt. Zu gewinnen gibt es bei den Herren knapp 15 Millionen Dollar (alleine 2 Millionen für den Sieger) - Titelverteidiger dieser Veranstaltung ist Novak Djokovic (SRB), Rekordsieger der Spanier Rafael Nadal, der sich in diesem Jahr auf die Jagd nach seinem 10. Titel (La Decima) begibt.
Friedhof der Stars
 
Gespielt wird hier gleich auf Court 1 im drittgrößten Stadium in Roland Garros. Ihrer runden Bauweise wegen wird die Arena ''Bullring'' genannt und beherbergt ausverkauft 3.800 Fans - was dem ganzen eine sehr enge, intime Atmosphäre verpasst. Und außerdem ist Court 1 so etwas wie der Pariser Friedhof der Stars: Unter anderem drang hier ein gewisser Gustavo Kuerten (dreimaliger Champion) in den Kreis der French-Open-Elite vor - ausgerechnet mit einem Sieg gegen den ehemaligen österreichischen Weltranglistenersten Thomas Muster.
Head 2 Head
 
Und auch der Blick auf den direkten Vergleich der Beiden dürfte nur einen davon wirklich glücklich machen: Das bisher einzige Aufeinandertreffen ging, wenn auch knapp, an Dominic Thiem (Nizza 2014).
Johnson in Paris
 
Und heute hat Thiem gegenüber Steve Johnson zumindest den Vorteil, erst 3:43 Stunden auf dem Court gestanden zu haben - während der Amerikaner für seinen Fünfsatzsieg gegen den Japaner Yuichi Sugita in Runde eins und den Viersatzmarathon gegen Coric (3:53 Stunden!) mehr als doppelt so lange schuften musste wie der Österreicher.
Thiem in Paris
 
Getragen von dieser Euphorie pflügt Thiem bisher auch durch das Turnier wie eine Dampfwalze. Bernard Tomic, australischer Ex-Top20-Spieler, gewann in Runde eins gerade mal sechs Spiele und holte sich sogar einen Bagel ab - der Italiener Simone Bolelli hielt das Match immerhin einen Satz lang eng, bevor er in den Durchgängen zwei und drei dann ebenfalls abgeschossen wurde. Was insgesamt aber natürlich gar nicht so überraschend ist, schließlich hatte Thiem hier in Roland Garros im Vorjahr schon das Halbfinale erreicht ...
Thiem v Nadal
 
Das vielleicht prägendste Erlebnis seiner noch jungen Laufbahn erlebte Thiem aber wohl letzte Woche beim Turnier in Rom. Denn obwohl er im Halbfinale gegen Novak Djokovic chancenlos unterging, drehten sich die Gedanken der Fachpresse ausnahmslos um das vorangegangene Viertelfinale und Thiems ersten Sandplatz-Sieg gegen Rafael Nadal. ''Das 1:6, 0:6 gegen Djokovic war kein Schock. Ich habe es zwar nicht in dieser klaren Form erwartet, aber es war das erste Mal, dass ich so lange auf so hohem Niveau gespielt habe. Irgendwann musste der Einbruch kommen. Der Sieg gegen Nadal war emotional wichtiger. Und sein Lob hinterher bedeutet mir mehr als alles andere. Denn er sagt das nicht nur so.''
Thiem 2017
 
Und schlecht läuft es beim Österreicher ja nun wirklich nicht. Mit 31 Siegen (bei zwölf Niederlagen) hat er im Jahr 2017 bislang die zweitmeisten auf der Tour zusammengespielt (nach Nadal/38 und mit Goffin/31), hat in Rio de Janeiro ein Turnier gewonnen und zuletzt in Barcelona sowie beim Masters in Madrid das Finale (erstmals bei einem 1000er Turnier) erreicht (jeweils Niederlagen gegen Nadal) - nach vier Turniersiegen im Vorjahr keine schlechte Ausbeute für die ersten fünf Monate einer Saison.
Knieverletzung
 
Zumal er sich seit dem letzten Herbst auch noch mit einer ziemlich dummen Verletzung herumschlagen muss. ''Bei den US Open hab ich mir beim Rückhand-Slice-Training den Griff aufs rechte Knie gerammt. Seither tut das Knie weh, im Prinzip bei jedem Schritt, beim Rennen, bei jeder Richtungsänderung, sogar wenn du nicht spielst, wenn du dich nur hinknien möchtest. Dann wird's irgendwann schwer mit Spaß haben.'' Und trotzdem liegt Thiem nichts ferner, als sein durchaus straffes Jahresprogramm von 27 Turnierauftritten plus Davis Cup zu kürzen: ''Ich bin immer am glücklichsten, wenn ich Turniere spielen darf. Das ist doch quasi die Belohnung für das ganze Training.''
Hohe Erwartungen
 
Allerdings macht dem Youngster auch weniger der Druck von außen zu schaffen als vielmehr der, den er sich selber macht. ''Wenn ich letztes Jahr in einem Game vier gute Punkte und zwei Fehler gemacht habe, war ich total happy über die vier Winner. Jetzt ärgern mich die zwei Fehler. Ich seh mich selber viel kritischer als letztes Jahr. Und das muss auch so sein, das ist eben meine neue Erwartungshaltung.'' Die er sich aufgrund seiner Erfolge in den letzten beiden Jahren auch definitiv verdient hat - die das Leben eines Einzelsportlers aber natürlich auch nicht leichter macht.
Thiem lernt nie aus
 
Und Thiem selber denkt sowieso so wenig wie möglich an Ergebnisse, sondern geht seinen Beruf ganz anders an. ''Sobald ich auf dem Platz bin, ist alles wie früher. Rechts-links wetzen, den Ball schlagen, einen Punkt gewinnen, das taugt mir genauso wie vor 15 Jahren. Und es ist immer noch ein genauso geiles Gefühl wie damals, wenn du am Ende eines Trainings etwas kannst, das du am Anfang nicht gekonnt hast'', so Thiem gegenüber ''redbulletin.com''.
Thiem zu schnell
 
Was nicht nur die Experten, sondern auch Thiems eigenen Coach überrascht. ''Ich glaube immer noch nicht, dass Dominic schon automatisch in die großen Halbfinals gehört. Dafür musst du Top4,Top5 sein. Und dahin ist es noch ein weiter Weg. Ich glaube, es kann auch jederzeit wieder eine längere Schwächephase folgen. Aber so war es immer geplant. Dominic ist momentan nur einfach zu schnell'', so Günther Bresnik, der in den Neunziger Jahren bereits mit Boris Becker zusammen gearbeitet hat und Thiem seit dessen Kindheit trainiert.
Musterschüler Thiem
 
Der 23-Jährige ist nämlich nicht nur auf der Tour angekommen, er gehört mittlerweile schon relativ selbstverständlich zu den Top10. UNd dabei gilt Thiem noch als so wissbegierig, dass er Trainingslektionen, Niederlagen und Erfolge in sich aufsaugt, verarbeitet und mit den neuen Erfahrungen quasi sofort besser wird - so scheint es zumindest in 2017.
Das Duell
 
Allerdings ist das, was Johnson heute erwartet, natürlich so etwas wie der Mini-Gipfel im Sandplatztennis. Denn an ''König'' Rafa Nadal kommt noch niemand heran. Gleich dahinter folgt dann aber schon der Mann, der eben jenem Nadal in diesem Jahr seine einzige Sandplatzniederlage beigebracht hat: Der Lichtenwörther Dominic Thiem.
Johnson 2017
 
Und tatsächlich fühlt sich der eigentlich als Offensivspezialist aufgewachsene Johnson momentan auf Sand auch wohler als jemals zuvor in seiner Karriere: In Houston holte der 27-Jährige bereits einen Titel, bei der Generalprobe für die French Open in Genf erreichte er trotz aller Sorgen das Viertelfinale.
Johnson in Paris
 
''Ich weiß, das er bei den letzten Punkten von oben zugeschaut hat und mir Kraft gegeben hat'', so der emotionale Johnson nach dem Match. ''Körperlich bin ich ok, emotional bin ich völlig durcheinander. Er wollte immer, dass ich ein Fighter und ein Wettkämpfer bin. Also mache ich das.'' Unterstützt wird der Kalifornier dabei von seiner Mutter, seiner Tante und seiner Verlobten - und die Johnsons würden Paris natürlich gern noch ein paar Tage länger unsicher machen.
Steve Senior
 
Vor vier Wochen verschlief nämlich dessen Vater Steve Senior im Alter von 51 Jahren komplett unerwartet und plötzlich - der 27 Jahre lang Johnsons Trainer, Manager, bester Freund und nicht zuletzt schärfster Kritiker gewesen war. Äußern mag sich Johnson zu dem Verlust verständlicherweise nicht wirklich, doch wie nah ihm das Ganze nach wie vor geht, wurde spätestens bei seinem tränenreichen Zusammenbruch nach dem Zweitrundenmatch gegen Borna Coric (CRO) deutlich.
Johnson
 
Ersterer ist natürlich der Österreicher Dominic Thiem, mittlerweile mitten in der Weltspitze gelandet - aber dazu später mehr. Denn was der Amerikaner Steve Johnson zuletzt zu verkraften hatte, sprengt alle sportlichen Grenzen.
Happy gegen traurig
 
Der eine ist momentan vielleicht der glücklichste und entspannteste Spieler auf der Tour. Der andere hingegen nutzt den Tennissport momentan fast ausschließlich als Ablenkung von einem einer Familientragödie - und genießt den uneingeschränkten Support aller anderen Spieler auf der Tour, weil er normalerweise als einer der nettesten und kommunikativsten Spieler auf der Tour gilt.
Bonjour
 
Herzlich willkommen bei den French Open zur Drittrundenpartie zwischen Dominic Thiem und Steve Johnson.
Ticker-Kommentator: Oliver Stein
Spieler:
A. Murray [1]
J. Potro [29]
7
7
6
6
5
0
J. Isner [21]
K. Khachanov
6
3
7
6
7
6
6
7
F. Verdasco
P. Cuevas [22]
6
6
6
2
1
3
H. Chung
K. Nishikori [8]
5
4
7
6
4
7
6
6
0
6
S. Wawrinka [3]
F. Fognini [28]
7
6
6
6
0
2
R. Gasquet [24]
G. Monfils [15]
6
7
3
7
5
4
K. Edmund
K. Anderson
7
6
7
1
4
6
7
5
6
6
F. Lopez
M. Cilic [7]
1
3
3
6
6
6
M. Raonic [5]
G. Garcia-Lo.
6
1
1
0
P. Busta [20]
G. Dimitrov [11]
7
6
6
5
3
4
J. Vesely
R. Agut [17]
3
4
3
6
6
6
N. Basilashv.
R. Nadal [4]
0
1
0
6
6
6
D. Thiem [6]
S. Johnson [25]
6
7
6
1
6
3
H. Zeballos
D. Goffin [10]
4
5
L. Pouille [16]
A. Ramos-Vin. [19]
2
6
7
2
1
6
3
5
6
6
D. Schwartzm.
N. Djokovic [2]
7
3
6
1
1
5
6
3
6
6
A. Murray [1]
K. Khachanov
6
6
6
3
4
4
F. Verdasco
K. Nishikori [8]
6
4
4
0
0
6
6
6
S. Wawrinka [3]
G. Monfils [15]
7
7
6
5
6
2
K. Anderson
M. Cilic [7]
3
0
6
3
M. Raonic [5]
P. Busta [20]
6
6
7
4
6
4
7
6
6
8
R. Agut [17]
R. Nadal [4]
1
2
2
6
6
6
D. Thiem [6]
H. Zeballos
6
6
6
1
3
1
A. Ramos-Vin. [19]
N. Djokovic [2]
6
1
3
7
6
6
Weltrangliste
Spielerprofile
D. Thiem
Ranking:
8
Geburtsd.:
03.09.1993
Größe:
1.85
Gewicht:
82
Bilanz:
40-18
Preisgeld:
USD 7.941.601
S. Johnson
Ranking:
26
Geburtsd.:
24.12.1989
Größe:
1.88
Gewicht:
86
Bilanz:
22-16
Preisgeld:
USD 3.600.639