Nach der Ausbootung für das deutsche Davis Cup-Team kam für Philipp Kohlschreiber auch das Aus bei den US Open. Kohlschreiber verlor in New York gegen den Serben Janko Tipsarevic, der nun im Viertelfinale auf den Spanier David Ferrer trifft.
Beim letzten Grand Slam-Turnier des Jahres ist Philipp Kohlschreiber als letzter deutscher Tennisprofi im Achtelfinale gescheitert. Der Serbe Janko Tipsarevic war nach drei Sätzen (3:6, 6:7 (5:7), 2:6) der verdiente Sieger. Das Match war am Vorabend beim Stand von 2:5 aus Kohlschreibers Sicht wegen Regens abgebrochen und auf Mittwoch verschoben worden.
Tipsarevic spielte grundsolide
Kohlschreiber stand zum ersten Mal in seiner Karriere in Flushing Meadows in der Runde der besten 16. Doch gegen den Weltranglisten-Neunten aus Belgrad war der 28-Jährige am Ende chancenlos. Einen Tag nach seinem Rauswurf aus der Tennis-Nationalmannschaft kämpfte Kohlschreiber zwar auf dem Grandstand bis zum letzten Punkt, wirkte aber im Gegensatz zu seiner überzeugenden Vorstellung beim Fünf-Satz-Krimi in der dritten Runde gegen John Isner nicht so konzentriert und fokussiert.
Im ersten Satz kassierte der Augsburger das entscheidende Break zum 2:4. In den zweiten Teil des Achtelfinals startete Kohlschreiber am Mittwoch vielversprechend mit einem Ass. Beim Stand von 3:3 nahm Tipsarevic ihm das Aufschlagspiel ab, doch der Weltranglisten-20. konterte mit dem Break zum 5:5. Im Tiebreak des zweiten Durchgangs hatte der Serbe dann das glücklichere Ende.
Nun schien der Widerstand des Augsburgers gebrochen. Tipsarevic spielte grundsolide, ließ kaum Breakchancen zu und machte wenig Fehler. Nach 2:23 Stunden nutzte Tipsarevic seinen ersten Matchball. Der 28-Jährige Serbe trifft nun im Viertelfinale auf den Spanier David Ferrer.
Sharapova nutzt die Regenpause
Nur mit sehr viel Mühe konnte French-Open-Siegerin Maria Sharapova ein Aus im Viertelfinale abwenden. Die Weltranglisten-Dritte aus Russland setzte sich gegen die Französin Marion Bartoli in 2:32 Stunden mit 3:6, 6:3, 6:4 durch. Auch diese Partie war am Vorabend abgebrochen worden - beim Stand von 0:4 aus Sharapovas Sicht. Die 25-Jährige trifft nun auf die Weltranglisten-Erste Viktoria Azarenka aus Weißrussland, gegen die sie im Finale der Australian Open verloren hatte.
"Das wird eine große Herausforderung, aber ich freue mich auf die Möglichkeit zur Revanche", sagte Sharapova. In New York steht sie erstmals seit ihrem Titel 2006 wieder in der Runde der besten Vier. "Ich bin so happy, es ist so lange her, dass ich hier im Halbfinale stand. Es gab einige Höhen und Tiefen in dem Match, aber wichtig ist, wer den letzten Punkt macht", sagte die Russin. Auch die Italienerin Sara Errani steht in der Vorschlussrunde. Die Bezwingerin von Angelique Kerber gewann gegen ihre Landsfrau Roberta Vinci 6:2, 6:4.
