Nach Rafael Nadal hat auch Roger Federer das Finale in Rom erreicht. Allerdings war es kein Spaziergang für den Schweizer, dessen Gegner Benoit Paire sich nicht als Kanonenfutter präsentierte, es allerdings verpasste, die Chancen konsequent zu nutzen.
Roger Federer folgt Rafael Nadal ins Finale des ATP-Masters in Rom. Der Schweizer setzte sich am Samstagabend nach hartem Kampf mit 7:6 (7:5), 6:4 gegen den ungesetzten Franzosen Benoit Paire durch.
Paire war gegen den favorisierten Federer sofort in der Partie und hatte schon beim ersten Aufschlag des Weltranglistendritten zwei Breakbälle, die Federer allerdings abwehren konnte. Der Franzose ließ sich davon nicht einschüchtern, brachte seinen ersten Aufschlag ohne Punktverlust durch und glich aus.
Federer konterte seinerseits mit einem fehlerlosen Aufschlagspiel zum 2:1 und zwang Paire im Anschluss in den Einstand, zum Break reichte es jedoch nicht. In einem engen Match erkämpfte sich Paire beim Stand von 2:2 erneut einen Breakball, Federer entschied das Spiel aber nach hartem Kampf für sich.
Im Anschluss zeigte der Schweizer ein sicheres Rückschlagspiel und hatte seine ersten drei Breakbälle der Begegnung, bevor Paire mit fünf Punkten in Folge seinen Aufschlag doch noch durchbrachte.
Break, Rebreak, Tiebreak
Motiviert von diesem Kraftakt war der Franzose auch beim Aufschlag seines Gegners sicher und nutzte seine vierte Chance zum Break. Federer erarbeitete sich sofort die Möglichkeit zum Rebreak, die er zunächst noch vergab, bevor er nach Einstand seinen fünften Breakball der Begegnung zum 4:4 verwandelte.
Federer brachte seine nächsten beiden Aufschläge ohne Punktverlust durch, doch Paire konnte stets nachziehen. Im Tiebreak hatten Beide dann Schwierigkeiten mit ihrem Aufschlag. Gleich sechs Punkte hintereinander gingen an den rückschlagenden Spieler, bevor Federer seinen ersten Satzball zum Satzgewinn nutzte.
Frühes Break für Federer entscheidet zweiten Satz
Im zweiten Satz konnte der Schweizer begünstigt durch zwei Doppelfehler von Paire schon das zweite Aufschlagspiel seines Gegners für sich entscheiden und führte nach seinem zweiten Aufschlag bereits mit 3:1. Beim Stand von 3:2 verhinderte Federer schließlich erneut ein Break trotz zweier Breakbälle des Franzosen und gab sich danach keine Blöße mehr. Bereits den ersten von drei Matchbällen verwandelte der Schweizer sicher zum Sieg.
Am Ende reichten Paire eine engagierte Leistung und acht Asse auch wegen seines schwankenden Aufschlagspiels nicht zum ersten Satzgewinn gegen Federer in der dritten Begegnung. Der Franzose leistete sich fünf Doppelfehler und brachte mehr als die Hälfte seiner ersten Aufschläge nicht ins Feld. Federer trifft nach seinem Sieg am Sonntag im Turnierfinale auf seinen spanischen Langzeitrivalen Rafael Nadal.
Martin Grabmann
