Die Karriere von Ted Potter Jr. kam nur langsam in Fahrt, dafür holte er beim Greenbrier Classic umso schneller auf. Der Amerikaner machte auf den letzten vier Löchern vier Schläge gut, erzwang ein Stechen und feierte seinen ersten Sieg auf der US PGA Tour.
Ted Potter Jr. Ist ein gutes Beispiel dafür, wie schwer es ist, sich als Profi-Golfer zu etablieren. Seit 2004 schaffte er viermal den Sprung auf die zweitklassige Web.com Tour, verlor aber immer wieder auch seine Spielberechtigung. Nach einem starken Jahr 2011 durfte er endlich auf die große US PGA wechseln und gewann nun bei der Greenbrier Classic in seiner Rookie-Saison ein Turnier.
Auch das zeichnete sich in den letzten Wochen nicht unbedingt ab, den Potter hatte zuletzt fünfmal in Serie den Cut verpasst. "Wenn du jede Woche den Cut verpasst, dann zieht dich das ganz schön runter", erklärte er bei pgatour.com. Das ist nun alles Geschichte, denn der Erfolg in White Sulphur Springs/West Virginia eröffnet ihm ganz neue Perspektiven.
Finanzielle Sorgen muss sich Potter dank des Siegerschecks in Höhe von knapp 1,1 Millionen Dollar erst mal nicht mehr machen, zumal er sich auch die Spielberechtigung für die PGA Tour in den kommenden zwei Jahren sicherte. Darüber hinaus erlangte er noch die Qualifikation für die British Open in zwei Wochen und das US Masters im Jahr 2013.
"Das ist eine große Erleichterung zu wissen, dass man nun einige Jahre Zeit hat, sein Spiel zu verbessern und vielleicht noch mehr Turniere zu gewinnen", beschrieb Potter die neuen Voraussetzungen.
Toller Endspurt von Potter
Vier Löcher vor Schluss hätte Potter von all diesen Dingen wohl noch nicht zu träumen gewagt. Vier Schläge Rückstand hatte er zu diesem Zeitpunkt auf Spitzenreiter Troy Kelly. Mit einem langen Putt zum Birdie auf der 15 leitete Potter seine Aufholjagd ein und als er an der 17 den nächsten Ball aus großer Distanz zum Eagle lochte, wurde es tatsächlich noch einmal spannend.
Der 28-Jährige schaffte das nächste Birdie an der 18 und profitierte davon, dass Kelly seine Chancen nicht nutzte. Sowohl an der 17 als auch an der 18 hatte er gute Gelegenheiten zum Birdie und damit zum Sieg, doch er brachte den Ball nicht im Loch unter. So kam es zum Stechen, in dem Ted Potter schließlich das bessere Ende für sich hatte.
