Ein Wiedersehen mit Kevin Kuranyi gibt es für den VfB Stuttgart in der Qualifikationsrunde für die Europa League-Gruppenphase. Der Ex-Schwabe ist heute Kapitän bei Dinamo Moskau. Hannover muss derweil beim polnischen Meister Slask Breslau antreten.
Nicht nur Borussia Mönchengladbach muss einen Club mit blau-weißen Trikots und geschwungenem "D" im Logo überwinden, um sich für das intenationale Geschäft zu qualifizieren. Der Borussen-Gegner heißt Dynamo Kiew, der Stuttgarter Kontrahent heißt Dinamo Moskau und kann auf eine ähnlich große Tradition zurückblicken wie der ukrainische Club.
Die großen Erfolge Dinamos liegen allerdings schon etwas zurück: Den letzten von elf sowjetischen Meistertiteln (nur Spartak Moskau und Dynamo Kiew holten mehr) errang der älteste russische Club 1976, und seit dem Gewinn des russischen Pokals 1995 musste der Trophäenschrank gar nicht mehr geöffnet werden. So sind die Blau-Weißen inzwischen im Schatten der Lokalrivalen Spartak und ZSKA versunken. Auch eine ambitionierte Einkaufspolitik konnte bisher nicht das Herz des kritischen Moskauer Publikums erobern, das dem ehemaligen KGB-Team ohnehin traditionell kritisch gegenüber stand wie der Berliner dem BFC Dynamo.
Trotz eines ansprechend bestückten Kaders, in dem neben Kuranyi auch Zvjezdan Misimovic und der Ex-Frankfurter Gordon Schildenfeld stehen, misslang der Saisonstart in der neuerdings im westeuropäischen Rhythmus ausgetragenen russischen Premier League völlig. Nach null Punkten und null Toren aus den ersten drei Spielen und einer bitteren 0:4-Derbyheimniederlage gegen Spartak musste Trainer Sergei Silkin schon seinen Hut nehmen. Momentan wird er vom 36-jährigen bisherigen Trainer der Reserveelf vertreten, dem 56-fachen Nationalspieler Dmitri Khokhlov.
Hannover Favorit
Hannover 96 erwartet eine Reise nach Schlesien, zum Polnischen Meister Slask Wroclaw. Die polnische Ekstraklasa startet erst am Wochenende vor dem ersten Bundesligaspieltag, aber noch bevor die Saison des Titelverteidigers so richtig begonnen hat, schied Slask (polnisch für "Schlesien") aus der Champions League-Qualifikation aus, etwas enttäuschend gegen Helsingborgs IF aus Schweden.
So war auch der zweite Anlauf der Breslauer im Europapokal der Meister nicht von Dauer. 1977, nach dem ersten Meistertitel, hatte Slask in der ersten Runde gleich mit 0:3 bei Levski/Spartak Sofia verloren und war ausgeschieden.
Hannover muss, anders als Stuttgart, als klarer Favorit in den Spielen gelten, die am 23. und am 30. August ausgetragen werden sollen. Der Sieger qualifiziert sich für die Europa League-Gruppenphase, für die Bayer Leverkusen bereits qualifiziert ist. Die Rheinländer zählen zu den sieben Clubs, die direkt für die Hauptrunde gesetzt sind, zusammen mit Tottenham Hotspur, Atlético Madrid, Napoli, Olympique Lyonnais, Rubin Kasan und Académica Coimbra aus Portugal.
Alle anderen Mannschaften müssen in die Quali, so auch Inter, das nach seinem knappen Weiterkommen gegen Hajduk Split nun auf Vaslui aus Rumänien trifft. Weitere interessante Paarungen führen Anzhi Makhachkala und seinen niederländischen Trainer Guus Hiddink und AZ Alkmaar zusammen sowie Liverpool und Heart of Midlothian. Olympique Marseille darf sich gegen Sheriff Tiraspol alle Chancen auf die Gruppenphase ausrechnen, wie auch Miroslav Kloses Lazio gegen den slowenischen Club ND Mura 05.



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