Die diesjährige Rallye Dakar hat ihr drittes Todesopfer gefordert. Der französische Motorrad-Pilot Thomas Bourgin verunglückte auf dem Weg zum Start der siebten Etappe kurz vor der argentinischen Grenze und erlag an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der 25-Jährige kollidierte um 8.23 Uhr Ortszeit mit einem Polizeiauto, das auf der Fahrbahn in die falsche Richtung fuhr. Bourgin ist das 62. Todesopfer der Dakar seit 1978. "Das Medizinteam konnte nur noch den Tod feststellen", hieß es in einer Stellungnahme auf der offiziellen Homepage der Rallye. Bourgin stammte aus St. Etienne und nahm zum ersten Mal an der Dakar teil. "Das bewegt einen schon gewaltig. Es herrschte erst einmal Stille im Auto. Da fragt man sich schon, was wirklich wichtig ist im Leben", sagte Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Toyota), der die Unfallstelle passiert hatte. Getrübt von dem tragischen Eregnis wurde am Freitag dennoch Rennen gefahren. So gewann Titelverteidiger Stéphane Peterhansel (Frankreich) im Mini All4 des deutschen Teams X-raid den siebten Tagesabschnitt über 218 km von Calama/Chile nach Salta/Argentinien. In 1:47:27 Stunden setzte er sich vor seinem Landsmann Guerlain Chicherit durch. Von Zitzewitz wurde als Beifahrer von Giniel de Villers (Frankreich) Vierter. In der Gesamtwertung baute Peterhansel seine Führung auf Nasser Al-Attiyah (Katar) auf 3:14 Minuten aus.
