Borussia Dortmund wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Da das Präsent Europa-League von bösen Hamburgern vom Geschenketisch genommen wurde, muss sich der BVB selbst beschenken. Als Höhepunkt der Jubiläumsfeiern gastiert heute Real Madrid in Dortmund, sportal.de kürt aus diesem Anlass das Dreamteam der Borussia.
Borussia Dortmund wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Da das Präsent Europa-League von bösen Hamburgern vom Geschenketisch genommen wurde, muss sich der BVB selbst beschenken. Als Höhepunkt der Jubiläumsfeiern gastiert heute Real Madrid in Dortmund, sportal.de kürt aus diesem Anlass das Dreamteam der Borussia.
Im Tor:
Hans Tilkowski
Stefan Klos prägte die Ära in den 90er Jahren, Heini Kwiatkowski war der Meister-Torwart in der Oberliga West, Teddy de Beer ist seit über 20 Jahren im Verein - doch DER Dortmunder Keeper schlechthin ist Hans Tilkowski, der noch heute zu jedem Heimspiel des BVB ins Stadion geht und von eingefleischten Fans als Idol verehrt wird.
"Til" kam 1963 von Westfalia Herne zur Borussia und prägte die ersten vier gelb-schwarzen Jahre in der neu gegründeten Bundesliga. Nach seiner Zeit in Herne - mit der Westfalia feierte er in der Oberliga beachtliche Erfolge - kehrte Tilkowski zu seinen Wurzeln zurück, immerhin wurde er als Sohn eines Bergmanns im Dortmunder Stadtteil Husen geboren. 1965 wurde der heute 75-Jährige mit dem BVB Pokalsieger und im gleichen Jahr als erster Torhüter in der Geschichte zum Fußballer des Jahres gekürt.
Tilkowskis erfolgreichstes Jahr war aber 1966. Mit dem BVB holte er als erste deutsche Mannschaft einen Europapokal nach Deutschland, im Anschluss fuhr er als Stammkeeper zur WM in England. Tilkowski wurde zusammen mit Uwe Seeler und Co. Vize-Weltmeister, noch heute angesprochen wird er aber auf das wohl berühmteste Tor der Fußballgeschichte.
Die Abwehr:
Matthias Sammer
"Gegen Sammer habt ihr keine Chance!" - mit diesem Song wurde Matthias Sammer auf der Südtribüne in Dortmund gehuldigt. Eine BVB-Abwehrreihe ohne Europas Fußballer des Jahres 1996 ist deshalb undenkbar, auch wenn Sammer von den Fans nicht unbedingt geliebt sondern eher respektiert, bewundert und geachtet wurde.
Schon als Spieler wurden ihm Eigenschaften eines Trainer zugesprochen, deshalb wunderte es nur wenige, dass er nach seiner aktiven Zeit bei der Borussia zum Chefcoach befördert wurde und 2002 zum jüngsten Meistertrainer in der Bundesliga-Historie avancierte. Sein Profi-Dasein musste Sammer auf Grund einer Entzündung im Knie, die ihm noch heute Schmerzen bereitet, zu früh beenden. Es gibt in Dortmund nicht wenige, die den allmählichen Absturz der Schwarz-Gelben nach dem Champions-League-Sieg 1997 inklusive Beinahe-Pleite Jahre später auch an der Invalidität Sammers festmachen - mit dem Feuerkopf auf dem Platz und nicht auf der Trainerbank wären die Pleiten gegen Cottbus, Brügge oder Genk wohl nicht passiert.
Jürgen Kohler
Während Sammer als Libero Kampf und Zweikampfstärke mit seinem spielerischen Vermögen paarte, spielte neben ihm mit Jürgen Kohler ein Manndecker der alten Mannheimer Schule. Doch genau solche Spieler werden in Dortmund vergöttert und nach seiner spektakulären Rettungsaktion gegen Eric Cantona im Halbfinale der Königsklasse gegen Manchester United 1997 hatte der Kokser in Dortmund seinen Spitznamen sicher: Fußball-Gott.
Leonardo Dede
Manche Experten und Fans werden für diese Position einen anderen Brasilianer erwartet haben, aber sportal.de hat sich gegen Julio Cesar - den dritten Turm in der Schlacht der 90er Jahre - entschieden und lässt stattdessen Dede verteidigen. Der 31-Jährige ist mittlerweile mit 302 Spielen zum Ausländer mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga aufgestiegen.





