Timo Boll jagt Tischtennis-Ikone Jan-Ove Waldner. Der deutsche Ausnahmekönner gewann beim Heimspiel in Düsseldorf zum fünften Mal das Europa-Top 12-Turnier und verkürzte damit den Rückstand auf den siebenmaligen Rekordsieger aus Schweden. In einem packenden Finale mit artistischen Einlagen wiederholte Boll mit 4:2 gegen Weltcupsieger Wladimir Samsonow aus Weißrussland den Erfolg aus dem Vorjahr an gleicher Stelle. Boll lag im Endspiel bereits 1:2 nach Sätzen und 1:7 im vierten Durchgang zurück, ehe er mit Kampfgeist und Fabelschlägen das Match drehte. "Da musste ich die Flucht nach vorne antreten", sagte der zehnfache Europameister, der während eines Ballwechsel seinen Schläger von der linken Schlaghand in die rechte Hand wechselte.
FLOP:
Carlos Queiroz
Mit schlagenden Argumenten konnte Portugals Nationaltrainer nur non-verbal glänzen. Carlos Queiroz hat Medienberichten zufolge auf dem Flughafen in Lissabon auf einen Journalisten eingeprügelt. Wie die Sportzeitung Record schreibt, habe Queiroz den bekannten Fernseh-Kommentator Jorge Baptista mit Faustschlägen attackiert. Dieser soll sich mit Tritten gewehrt haben. Zuvor habe es im VIP-Bereich einer portugiesischen Fluglinie hitzige Diskussionen zwischen den beiden gegeben. Augenzeugenberichten zufolge wurden die Streithähne von Umstehenden getrennt, bevor Stewardessen die Polizei riefen. "Er wollte mit Beleidigungen Eindruck bei den Umstehenden schinden (...) und hat mich dann am Ohr getroffen“, sagte der Journalist. Offenbar prangerte Queiroz die TV-Kritiken von Baptista an und warf diesem "Undankbarkeit“ vor. Queiroz soll Baptista vor Jahren einen Job beim Nationalverband FPF besorgt haben. Queiroz räumte lediglich eine "Rempelei“ ein.